Gestern Abend war es so weit: Ich habe meinen ersten kleinen Reisevortrag vor einem mir völlig fremden Publikum gehalten. Warum das für mich doch eine besondere Bedeutung hatte, möchte ich in diesem Blogpost ein wenig näher erläutern.
Ich hatte das Vergnügen, einige meiner Bilder und Videos vor etwa 50 bis 60 Menschen in einem Nachbarort zu zeigen. Und ja: mir hat es sehr gefallen, anderen von meiner vergangenen Weltreise zu erzählen.
Starten wir aber erst einmal ganz von vorn, um diesem Beitrag etwas Struktur zu geben.
Am Abend des Vortages kamen wir erst nach Sonnenuntergang in Shigatse an. Hinter uns lag ein langer Reisetag, an dem wir früh am Morgen in Lhasa aufgebrochen waren, um die phänomenale Aussicht auf den Yamdrok-Yumtso-See zu genießen und im Laufe des Tages einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie es sich anfühlt, im Himalaya unterwegs zu sein.
Entsprechend müde waren wir, als wir unser Zimmer – oder besser gesagt unsere kleine Wohnung – in Shigatse bezogen. Unser Wunsch war denkbar schlicht: noch etwas Leckeres zu essen und uns zu erholen.
Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass sich dieser Wunsch nach einem guten Abendessen nicht erfüllen würde. Ebenso ahnten wir nicht, dass uns am nächsten Tag ein Besuch im Kloster Tashi Lhunpo erwartete – gemeinsam mit der wohl bedeutendsten geistlichen Persönlichkeit dieser Region: dem Panchen Lama.
Die letzten Tage, die wir in Xining und Lhasa verbracht haben, haben uns oder besser gesagt ‚mich‘ tief beeindruckt. Wir sind in einer Welt angekommen, die ich bisher nur aus Büchern sowie aus Reise- und Abenteuervorträgen kannte. Und nun bin ich selbst genau auf diesem Teil unseres Planeten unterwegs.
Bereits in der Region rund um Xining merkten wir, dass wir uns in einer völlig anderen Welt befanden, als wir es von zu Hause gewohnt sind und auch anders, als wir es vielleicht erwartet hatten. Schon in der chinesischen „Kleinstadt“ bewegten wir uns fernab vom Mainstream-Tourismus und waren als westliche Reisende echte Exoten. Mehr als einmal wurden wir gefragt, ob man ein gemeinsames Foto mit uns machen dürfe. Während unserer Tage in Xining begegneten wir kaum anderen westlichen Menschen und erhielten schon hier einen intensiven ersten Einblick in die tibetische Kultur.
In Lhasa sollte sich diese Situation zunächst etwas verändern: Hier waren zahlreiche Touristinnen und Touristen aus nahezu allen Teilen der Welt unterwegs. Und doch waren wir nun im wirklichen Tibet angekommen. Genauer gesagt: Wir sind nun in der ehemals verbotenen Stadt Lhasa. Das war überall spürbar. Wir waren umgeben von Symbolen, Düften, Menschen und Klängen, die wir bislang nur von Erzählungen kannten.
Wir waren endlich in Tibet und unsere Reise durch einen winzigen Teil dieses riesigen Landes konnte nun beginnen. Bereits auf der ersten Etappe erwarteten uns zahlreiche Highlights: der Yamdrok-See, der Gletscher des Mount Nyechen Kangsar, unvergessliche Bergpanoramen und der Besuch eines eindrucksvollen Klosters.
In der unmittelbaren Umgebung von Lhasa konnten wir mit Hilfe unseres Guides Tenzin und unseres Fahrers Bimba ganz unkompliziert weitere Klöster besuchen. Diese gaben uns einen sehr guten Einblick in Tibets religiöse Kultur.
Im Vorfeld entschied ich mich gemeinsam mit unserer Beraterin und Sales Managerin der tibetischen Reiseagentur dafür, die Klöster Sera, Ganden und Drak Yerpa zu besuchen. Diese Klöster besuchten wir an zwei Tagen und wir waren sehr gespannt, wie das Leben in Tibet außerhalb der ehemals verbotenen Stadt Lhasa aussehen würde und freuten uns schon sehr auf diese Entdeckungstouren.
Religion hat hier nach wie vor eine große Bedeutung und prägt den Alltag der einheimischen Menschen maßgeblich. Was alle Klöster gemeinsam haben: Sie sind von atemberaubender Natur umgeben. Manche liegen in spektakulärer Berglandschaft, andere wurden auf kargen, felsigen Berghängen erbaut. Schon allein die Fahrt zu den Klöstern war es wert, den Weg auf sich zu nehmen.
Lang, lang ist es her, dass ich zuletzt im Kino gewesen bin. So recht kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wann genau das war. Es muss jedenfalls noch vor der Covid-Pandemie gewesen sein, auch wenn ich es zeitlich nicht mehr exakt einordnen kann.
Wie auch immer: In den vergangenen Wochen war ich nun wieder einmal im Kino. Eigentlich hatte ich geplant, gemeinsam mit meiner Familie den zweiten Stromberg-Film anzuschauen. Aufgrund eines kurzfristigen grippalen Infekts meiner Eltern besuchte ich stattdessen zusammen mit meiner Freundin den Film Im Schatten des Orangenbaums.
Vor vielen Jahren – eigentlich eher vor Jahrzehnten – sah ich während der Weihnachtstage einen Film, den ich bis dahin noch nie in meinem jugendlichen Leben gesehen hatte. Der Titel jedoch war mir durchaus bekannt: Sieben Jahre in Tibet.
Allein dieser Name versprach Abenteuer pur. Ich sah mir den Film allein in meinem Jugendzimmer an und versank vollständig in dieser mysteriösen, geheimnisvollen tibetischen Welt. Als der Abspann lief, war es um mich geschehen: meine Faszination für Tibet war geweckt.
In der darauffolgenden Woche kaufte ich mir das gleichnamige Buch eines der Hauptprotagonisten, Heinrich Harrer. In meiner Kindheit und Jugend war ich kein besonders guter Leser, doch dieses Buch arbeitete ich mir mühevoll. Über Wochen hinweg las ich Seite für Seite. Während dieser Lektüre kam ich zum ersten Mal mit dem Begriff der „verbotenen Stadt“ in Berührung.
Viele Jahrzehnte später kaufte ich mir eine neue Ausgabe für meinen E-Book-Reader und begann das Buch erneut zu lesen – selbstverständlich zu dem Zeitpunkt, als wir uns selbst auf unsere Reise nach Tibet begaben. Zu Zeiten Heinrich Harrers, in den 1940er-Jahren, war Tibet verständlicherweise ein vollkommen anderes Land als jenes, das wir heute vorfinden.
Damals war es für auswärtige Reisende nahezu unmöglich – ja fast verboten –, die Stadt Lhasa zu betreten. Man benötigte zahlreiche Genehmigungen, um sich der Stadt überhaupt nähern zu dürfen.
Heutzutage ist Lhasa keine verbotene Stadt mehr. Man benötigt lediglich eine Menge Geld, um dorthin zu reisen. Und ganz frei bewegen darf man sich in Lhasa dennoch bis heute nicht.
Lang ist es her, dass hier im Vorland des Erzgebirges so viel Schnee gelegen hat, dass man tatsächlich mit den Langlaufskiern unterwegs sein konnte. Doch zu Beginn des Jahres 2026 war es endlich wieder so weit: Ich konnte meine Ski aus dem Keller holen und ein paar Runden drehen.
Das Beste daran ist, dass ich direkt vor der Haustür starten kann. Kein Auto, keine Anfahrt, kein Winterurlaub in den Bergen. Stattdessen ziehe ich mir die Ski an, trete vor die Wohnungstür und bin mittendrin. Ein Luxus, der mir in diesem Moment wieder bewusst geworden ist.
Ski-Langlauf ist eine Sportart, die ich erst im jungen Erwachsenenalter erlernt habe und die ich nur selten ausübe. Doch genau das macht ihren Reiz aus: Man kann sie im Dunkeln erleben, sich durch stille Wälder und verschneite Felder bewegen und dabei die eigene Heimat wie ein kleines Abenteuer neu entdecken. Jeder Schritt auf den Skiern, jede Spur im frischen Schnee, lässt mich die Welt um mich herum intensiver wahrnehmen.
Da vergesse ich es fast, dass ich nicht mit Markus Lanz am Nord- oder Südpol unterwegs bin, sondern mich nur wenige Kilometer von meiner Haustüre befinde.
In diesem Jahr war es endlich wieder soweit: Ich konnte die verstaubten Ski aus dem Keller holen, anschnallen und mich aufmachen zu einer kleinen Expedition direkt vor meiner Haustür.
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