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Futzipelz Beiträge

Trans-Himalaya: Über den Pang La Pass (5200 m) in das Everest Base Camp

Nun war es endlich so weit. Wobei ich das Everest Base Camp in meinen Gedanken gar nicht als das Highlight dieser Reise sehen wollte. Vielmehr war es der Roadtrip durch das faszinierende Tibet. Ein Land, das nur von wenigen Menschen bereist wird und werden kann.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich das Buch „Sieben Jahre in Tibet“ zum zweiten Mal gelesen, und viele der Orte, die wir besuchten oder an denen wir vorbeifuhren, hatten auch Heinrich Harrer und Peter Aufschnaiter gesehen – damals unter völlig anderen Bedingungen, in einer Zeit, in der die großen Expeditionen zum höchsten Berg unserer Erde, dem Mount Everest, stattfanden.

Ich genoss jeden Moment viel zu sehr, um sagen zu können, dass ausgerechnet dieser Tag das Highlight der Reise werden sollte. Dennoch war ich in der Vorbereitung sehr aufgeregt gewesen, wie das Wetter vor Ort sein würde. Ich hatte Fotos gesehen, auf denen man aufgrund des Nebels nicht erkennen konnte, ob man sich in Dänemark, in den Alpen oder im Himalaya befand.

Hätten wir solches Wetter gehabt, wäre ich wohl dennoch enttäuscht gewesen, denn ganz ohne Sicht auf den Everest wollte ich Tibet dann doch nicht verlassen.

Dieses Problem sollten wir an diesem Tag jedoch nicht haben. Als ich das Fenster unseres Hotelzimmers in Shegar öffnete, schien die Sonne zwar noch nicht, doch am Himmel war keine einzige Wolke zu sehen. Die klare Luft ließ die Kälte der Atmosphäre deutlich spüren.

Somit hatten wir die besten Voraussetzungen, um an diesem Tag den höchsten Gipfel unseres Planeten bei bestem Wetter bestaunen zu können.

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Trans-Himalaya: Der Weg zum Kloster Sakya bis nach Shekar – Zwischen Klöstern, Dörfern und Einschränkungen

Mittlerweile waren wir den fünften Tag in Tibet und den zweiten Tag auf einem Roadtrip unterwegs, dessen erstes Ziel das Everest Base Camp war und der schließlich an der Grenze zu Nepal enden sollte.

Nachdem wir das Kloster Tashi Lhunpo besichtigt hatten und spüren durften, welche tiefe Faszination der Besuch des Panchen Lama bei den Gläubigen auslöst, brachen wir auf, um unseren Weg in den Südwesten Tibets fortzusetzen.

Heute lagen rund 300 Kilometer Strecke vor uns. Ein weiterer Klosterbesuch stand auf dem Plan und am Abend würden wir zum letzten Mal übernachten, bevor wir das Base Camp des höchsten Berges dieser Welt erreichen durften. Entsprechend groß war die Vorfreude auf diesen Tag. Wir waren einfach gespannt, was uns erwarten würde.

Bimba startete den Motor unseres alten Ford-Busses und wieder einmal begann der Roadtrip.

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Mein erster Reisevortrag – vom Zuhörer zum Erzähler

Gestern Abend war es so weit: Ich habe meinen ersten kleinen Reisevortrag vor einem mir völlig fremden Publikum gehalten. Warum das für mich doch eine besondere Bedeutung hatte, möchte ich in diesem Blogpost ein wenig näher erläutern.

Ich hatte das Vergnügen, einige meiner Bilder und Videos vor etwa 50 bis 60 Menschen in einem Nachbarort zu zeigen. Und ja: mir hat es sehr gefallen, anderen von meiner vergangenen Weltreise zu erzählen.

Starten wir aber erst einmal ganz von vorn, um diesem Beitrag etwas Struktur zu geben.

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Trans-Himalaya: Gemeinsam mit dem Panchen Lama im Kloster Tashi Lhunpo

Am Abend des Vortages kamen wir erst nach Sonnenuntergang in Shigatse an. Hinter uns lag ein langer Reisetag, an dem wir früh am Morgen in Lhasa aufgebrochen waren, um die phänomenale Aussicht auf den Yamdrok-Yumtso-See zu genießen und im Laufe des Tages einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie es sich anfühlt, im Himalaya unterwegs zu sein.

Entsprechend müde waren wir, als wir unser Zimmer – oder besser gesagt unsere kleine Wohnung – in Shigatse bezogen. Unser Wunsch war denkbar schlicht: noch etwas Leckeres zu essen und uns zu erholen.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass sich dieser Wunsch nach einem guten Abendessen nicht erfüllen würde. Ebenso ahnten wir nicht, dass uns am nächsten Tag ein Besuch im Kloster Tashi Lhunpo erwartete – gemeinsam mit der wohl bedeutendsten geistlichen Persönlichkeit dieser Region: dem Panchen Lama.

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Trans-Himalaya: Endlich startet unser Roadtrip durch quer durch das abenteuerliche Tibet

Die letzten Tage, die wir in Xining und Lhasa verbracht haben, haben uns oder besser gesagt ‚mich‘ tief beeindruckt. Wir sind in einer Welt angekommen, die ich bisher nur aus Büchern sowie aus Reise- und Abenteuervorträgen kannte. Und nun bin ich selbst genau auf diesem Teil unseres Planeten unterwegs.

Bereits in der Region rund um Xining merkten wir, dass wir uns in einer völlig anderen Welt befanden, als wir es von zu Hause gewohnt sind und auch anders, als wir es vielleicht erwartet hatten. Schon in der chinesischen „Kleinstadt“ bewegten wir uns fernab vom Mainstream-Tourismus und waren als westliche Reisende echte Exoten. Mehr als einmal wurden wir gefragt, ob man ein gemeinsames Foto mit uns machen dürfe. Während unserer Tage in Xining begegneten wir kaum anderen westlichen Menschen und erhielten schon hier einen intensiven ersten Einblick in die tibetische Kultur.

In Lhasa sollte sich diese Situation zunächst etwas verändern: Hier waren zahlreiche Touristinnen und Touristen aus nahezu allen Teilen der Welt unterwegs. Und doch waren wir nun im wirklichen Tibet angekommen. Genauer gesagt: Wir sind nun in der ehemals verbotenen Stadt Lhasa. Das war überall spürbar. Wir waren umgeben von Symbolen, Düften, Menschen und Klängen, die wir bislang nur von Erzählungen kannten.

Wir waren endlich in Tibet und unsere Reise durch einen winzigen Teil dieses riesigen Landes konnte nun beginnen. Bereits auf der ersten Etappe erwarteten uns zahlreiche Highlights: der Yamdrok-See, der Gletscher des Mount Nyechen Kangsar, unvergessliche Bergpanoramen und der Besuch eines eindrucksvollen Klosters.

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Trans-Himalaya: Abseits von Lhasa – Klöster, Einsiedlerhöhlen und atemberaubende Ausblicke

In der unmittelbaren Umgebung von Lhasa konnten wir mit Hilfe unseres Guides Tenzin und unseres Fahrers Bimba ganz unkompliziert weitere Klöster besuchen. Diese gaben uns einen sehr guten Einblick in Tibets religiöse Kultur.

Im Vorfeld entschied ich mich gemeinsam mit unserer Beraterin und Sales Managerin der tibetischen Reiseagentur dafür, die Klöster Sera, Ganden und Drak Yerpa zu besuchen. Diese Klöster besuchten wir an zwei Tagen und wir waren sehr gespannt, wie das Leben in Tibet außerhalb der ehemals verbotenen Stadt Lhasa aussehen würde und freuten uns schon sehr auf diese Entdeckungstouren.

Religion hat hier nach wie vor eine große Bedeutung und prägt den Alltag der einheimischen Menschen maßgeblich. Was alle Klöster gemeinsam haben: Sie sind von atemberaubender Natur umgeben. Manche liegen in spektakulärer Berglandschaft, andere wurden auf kargen, felsigen Berghängen erbaut. Schon allein die Fahrt zu den Klöstern war es wert, den Weg auf sich zu nehmen.

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Vom Heimkino zu Leinwand: Ein Abend im Clubkino

Lang, lang ist es her, dass ich zuletzt im Kino gewesen bin. So recht kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wann genau das war. Es muss jedenfalls noch vor der Covid-Pandemie gewesen sein, auch wenn ich es zeitlich nicht mehr exakt einordnen kann.

Wie auch immer: In den vergangenen Wochen war ich nun wieder einmal im Kino. Eigentlich hatte ich geplant, gemeinsam mit meiner Familie den zweiten Stromberg-Film anzuschauen. Aufgrund eines kurzfristigen grippalen Infekts meiner Eltern besuchte ich stattdessen zusammen mit meiner Freundin den Film Im Schatten des Orangenbaums.

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