Irgendwann während meiner Weltreise habe ich angefangen, auf Reisen kleine Videos zu drehen. Sie fangen die Atmosphäre fremder Länder oft noch ein bisschen besser ein als Fotos allein.
Ein solches Video gibt es auch von dieser Tibet-Reise: von Xining über Lhasa bis zum Everest Base Camp und von dort weiter per abenteuerlichem Roadtrip in unsere Sehnsuchtsstadt Kathmandu. Das Video gibt einen schönen Überblick über eine Reise, die uns wohl noch lange, wenn nicht für immer, in Erinnerung bleiben wird.
Das Drehen solcher Videos bedeutet natürlich in mehrfacher Hinsicht einen nicht zu unterschätzenden Mehraufwand. Zunächst brauche ich ausreichend Speicherkapazität auf SD-Karten, externe SSDs und HDDs, um die 4K-Aufnahmen vernünftig unterzubringen.
Dieser Mehraufwand zeigt sich aber auch direkt vor Ort. An Sehenswürdigkeiten, bei besonderen Begegnungen oder einfach an Orten, die mich spontan begeistern, verweile ich nun länger als früher und das nicht nur für ein Foto, sondern auch für ein paar Videoaufnahmen.
Zurück zu Hause werden die Clips getrennt von den Fotos gesichert und archiviert. Die eigentliche Hauptarbeit beginnt dann aber erst danach: Ich entscheide, welche Erlebnisse es wert sind, in einem Video festgehalten zu werden, und füge die einzelnen Clips in mein Schnittprogramm ein.
Viele Videos brauchen dazu eine passende musikalische Untermalung. Ich habe mich deshalb bei verschiedenen kostenpflichtigen Musikplattformen angemeldet und die Gefahr dabei ist real: Man kann sich bei der Suche nach dem richtigen Track wirklich verlieren und die Zeit völlig vergessen.
Sobald die Musik gefunden ist, geht es zurück ins Schnittprogramm. Ich arbeite mit Filmora, eine Software, die ich während der Pandemie als Einmallizenz gekauft habe und für die ich glücklicherweise lebenslang Updates bekomme, ohne in ein Abomodell gezwungen zu sein.
Ich würde nicht behaupten, ein besonderes Talent fürs Schneiden zu haben. Vieles ist Ausprobieren, Anschauen, Anpassen. Aber für meinen dokumentarischen Anspruch reichen meine Skills völlig aus und so kann ich meine Fotoshow mit diesen kleinen Videos ganz zufrieden auflockern.
