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Kategorie: Lesen

Belonging to the World (B. Hoffner)

Ich weiß gar nicht, wann ich das erste Mal über den Instagram-Account von Barry Hoffner gestoßen bin. Auf jeden Fall habe ich irgendwann mitbekommen, dass sein Buch im April 2026 veröffentlich wurde. Barry Hoffner ist einer der Menschen, der (fast) alle Länder dieser Welt besucht hat. „Fast“ – da er noch nicht die Möglichkeit hatte, nach Nord Korea zu reisen.

Barrys Leben hat im Jahr 2017 ein tiefen Einschnitt erfahren. Er verlor seine Frau durch einen tragischen Unfall. Schon gemeinsam mit seiner Frau verreiste er wahnsinnig gern. Und dies half ihm, mit den Verlust seiner Frau umzugehen: Er reiste und schon bald war klar, er möchte jedes Land dieser Welt besuchen.

Das Buch war weniger ein Reisebericht seiner Abenteuer, sondern für mich viel mehr eine Verarbeitung des Verlustes, den er erfahren hat. Und verschiedene Menschen, die er auf seinen Reisen traf, haben ihm dabei geholfen, um mit diesem tragischen Ereignis irgendwie umgehen zu können.

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Monstergott (C. Schmitt)

Diese Buchempfehlung habe ich aus dem Podcast Alles muss Raus mit Thilo Mischke. Die Autorin Caroline Schmitt behandelt ein Thema, welches mich sehr interessiert: Religion in die Auswirkung derer auf die Menschen unserer Gesellschaft.

In dem Roman wird das Leben zweier Geschwister gezeigt, die zu einer evangelikalen Freikirche gehören Die Autorin selbst ist eine Aussteigerin aus solch einer Gemeinschaft und kann somit ihre eigenen Erfahrungen einfließen lassen. Im Laufe des Buches werden Themen wie zum Beispiel Homophobie oder die Rolle von Frauen in unserer Gesellschaft aufgegriffen und der Umgang in solch teils radikalen Freikirchen mit diesen Themen gezeigt.

Dabei schafft es die Autorin immer wieder, die Zustände in dieser sektenähnlichen Gemeinschaft, nicht nur zu kritisieren, sondern die Protagonisten erhalten immer wieder Hilfe, durch Personen, die zu ihnen halten.

Mir hat die Story wirklich sehr gut gefallen. Dieser Roman zeigt auf, wie gefährlich es ist, solche Gemeinschäften und die damit im Zusammenhang stehende Radikalität aus dem Blick zu verlieren. Denn diese Gemeinschaften sind alles andere als harmlos.

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Die Bäume (P. Everett)

Percival Everett hat sich in diesem Roman wieder einmal den sehr wichtigen Themen wie z.B. dem systemischen Rassismus oder dem kollektiven Gedächtnisses einer ganzen Gesellschaft oder Generation gewidmet.

Die Bäume zeigt eine scheinbar übernatürliche Mordserie im Süden der USA, bei der immer wieder identische Leichen schwarzer Männer auftauchen und verschwinden.

Die Story beschreibt die aktuelle Lage der Welt eigentlich ganz gut: Immer wenn man glaubt, eine schlimmere Lage der Welt ist nicht mehr möglich, wird es noch absurder und irgendwie auch noch tragischer.

Die Themen interessieren mich, ich finde sie wichtig und Everett setzt sie im Roman auch sehr gekonnt um. Dennoch hat mich der Roman irgendwie nicht ganz so abgeholt, wie es der Roman James gekonnt hat.

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Who is the Dalai Lama? (D. M. Rau)

Als ich im Oktober 2025 durch Tibet reiste, war es natürlich unter keinen Umständen möglich, ein Buch über den Dalai Lama zu kaufen. Die Möglichkeit dazu bot sich dann in Kathmandu an. Die Hauptstadt Nepal erreichten wir über eine abenteuerliche Fahrt von der tibetischen Grenze. Während unserer Zeit in Kathmandu stöberte ich durch eine sehr schöne Buchhandlung und fand dieses Buch.

In diesem Sachbuch für Kinder wird das Leben und Wirken des 14. Dalai Lamas beschrieben. Beginnend mit seiner Kindheit, über die Zeit in welcher er ausgewählt wurde bis hin zu seinem Einsatz für den Frieden und die Unabhängigkeit für Tibet aus dem indischen Exil heraus.

Währenddessen ich das Buch las, hörte ich meine Tibet-Playlist und war mental einfach direkt wieder in diesem sehr spannenden Land.

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Trophäe (G. Schoeters)

Wow, was war das für ein Roman? Ich hatte vorab schon viel Gutes über das Buch der Autorin Gaea Schoeters gehört – meine Erwartungen wurden vollends erfüllt.
Sie erzählt die Geschichte eines Jägers, der seine Big Five in Afrika vervollständigen möchte. Ihm fehlt nur noch das Nashorn, und er setzt alles daran, es zur Strecke zu bringen.

Im Laufe des Buches werden alle Figuren sehr überzeugend entwickelt. Als Leser habe ich mehrmals meine moralischen Grundsätze ins Wanken gebracht gespürt – einfach weil Schoeters ihre Personen so gekonnt zeichnet.
Das Buch steckt voller Überraschungen: Die Story ist fast unglaublich (ich muss unbedingt nachrecherchieren), die Charaktere sind authentisch und facettenreich, die Stimmung außerordentlich eindringlich (Beim Lesen spürte ich quasi den Staub der Savanne.) und der Text hat mich ernsthaft zum Nachdenken gebracht. Meine Überzeugungen wurden mehr als einmal gehörig erschüttert.

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Die Wand (M. Haushofer)

Dieses Buch wurde von Thilo Mischke in seinem Podcast mit Coco Meurer (@literaturensohn) von ganzem Herzen empfohlen. Die Lektüre dieses Buches soll das Leben verändern.

Also habe ich mir dieses Buch in meinem lokalen Buchladen bestellt und begann mit dem Lesen.

Die Story ist ganz schnell erzählt: Ein ungeklärtes Phänomen ließ eine Glocke; eine Wand „auf die Erde fallen“ (vgl. „Die Arena von S. King). Alles außerhalb der Erde ist wahrscheinlich untergegangen. Innerhalb dieser Wand war alles in Ordnung.

Leider ist die namenslose Protagonistin allein unter dieser Glocke und versucht nun ihr Leben und Überleben zu organieren.

Insgesamt war das Buch durchaus lesenswert. Im Podcast rund um Thilo lag der Schwerpunkt der Interpretation auf dem Kampf gegen das Patriarchat. Das machte für mich im Nachhinein durchaus Sinn. Habe ich es beim Lesen so erfasst? Eher nicht.

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Ostafrikanische Eindrücke (S. Löffler)

Dieses Buch habe ich in meiner lokalen Stammbuchhandlung gefunden und war von der guten Qualität des Buches begeistert. Das Thema „Afrika“ interessierte mich ebenfalls und als ich las, dass die Autorin des Buches in einem der Nachbarorte lebte, kaufte ich mir das Buch, ohne groß überlegen zu müssen.

In dem Buch erzählt die Autorin über ihre zahlreichen Reisen nach Kenia. Dabei reicht das Spektrum der Geschichten von einfachen Schilderungen aus dem Hotel, bis hin zu berichten darüber, wie sie mit Hilfe ihres eigens gegründeten Vereins verschiedene Projekte realisiert hat, um den Menschen vor Ort zu helfen.

Anfangs entsprach das Buch nicht meinen Erwartungen, aber von Seite zu Seite fand ich die Erzählungen interessanter.

Von daher ist das Buch wirklich lesenswert und mir gefällt es immer wieder, was Menschen an guten Taten in einem persönlichen Ehrenamt gutes bewältigen können. Allein dafür gibt es fast 5 Sterne!

Hier ist der Link zu dem von ihr eigens gegründeten Verein Washataa.

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