Königliche Panorama-Tour über den Heimgartengrat

Der Herzogstand gehört zu den beliebtesten Müncher Bergen. So kann es schon einmal sein, dass hier an schönen Tagen mehr Menschen trifft als auf dem Viktualienmarkt oder auf der Maximilianstraße im Müncher Zentrum.

Aber auch mir gefällt dieser Gipfel zwischen dem Kochelsee und dem Walchensee. Besonders an Tagen mit wenig Zeit bietet dieses Gebiet eine lohnenswerte Wanderung.

Bei der bequemeren Variante werden die ersten Höhemeter zur Bergstation per Seilbahn überwunden. Die folgenden Höhenmeter bis auf den Gipfel sind fast an einem Finger abzuzählen und führen dich auf einem bequemen Weg auf den Herzogstand (1731 m).

Auf dem Gipfel angekommen bietet sich hier ein tolles Panorama: Einerseits reicht der Blick bei gutem Wetter über den Kochelsee, den Staffelsee bis hin nach München. Auf der anderen Seite eröffnet das Soierngebirge den Blick in die Alpen. Dieses Panorama erhält durch den unendlich blauen Walchensee im Vordergrund seinen i-Punkt.
Der königliche Gipfel des Estergebirges eröffnet dir aber auch einen wunderschönen Blick über das Karwendel bis hin ins Werdenfelser Land und dem Wetterstein.

Seit dem späten 19. Jahrhundert krönt den Gipfel ein – mehr oder weniger schöner – Aussichtpavillon. Nur wenige Meter talwärts befindet sich der Abzweig zum Heimgartengrat. Ab hier beginnt der Spaß!
Dieser Weg führt über den Heimgartengrat auf den 1791 m hohen Gipfel des Heimgartens. Anfangs teilt man sich den Weg noch mit allerhand Sandaletten-Schleichern. Immer mehr dieser Spaziergänger entscheiden sich dann Meter für Meter dafür, umzukehren und den Grat wieder zu verlassen.

Der Weg bietet während der ganzen Zeit wunderschöne Blicke auf die so dankbare Landschaft – und das fast in 360 Grad. Bei diesem tollen Panorama, muss sich sehr konzentrieren, den Blick auf dem Weg zu lassen und nicht allzu weit abschweifen zu lassen.

Vom technischen Anspruch ist der Weg gut begehbar. Dennoch sollte man das ständige Auf und Ab nicht unterschätzen. Die letzten Körner kann man dann am Schlussanstieg zum Heimgarten verpulvern, bevor man sich eine Brotzeit auf dem Gipfel gönnt.

Vom Heimgarten führt ein – schier unendlich wirkender – Weg zurück zum Parkplatz der Herzogstand-Bergbahn. Dieser Weg ist am Anfang noch reizvoll. Je länger man jedoch unterwegs ist, verlässt einen die lohnenswerte Bergsicht und man läuft mehr und mehr durch einen dichten Wald.

Am Parkplatz angekommen, bietet es sich natürlich an, die qualmenden Füße im Walchensee zu kühlen und hier noch einmal den Blick über den Heimgartengrat schweifen zu lassen. Der Walchensee gilt durch seine guten Winde als ein Hotspot für Windsurfer. Am anderen Ende des Alpensees türmt sich das Soiergebirge auf und lässt einen von neuen Abenteuern träumen.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Moin,

    jetzt hast du mich erfolgreich hergelockt. 😀 Ich werde mich hier die nächsten Tage mal etwas querfeldeinlesen. Die Air France Businessclass habe ich schon entdeckt. Gefällt mir! Sowohl der Schreibstil, als auch das Erlebnis als Solches.

    Beste Grüße
    Ben von valokuva.de

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