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Eine abenteuerliche Genussrunde auf die Hintere Schöntaufspitze (3325 m)

Als ich am Morgen in meinem Caddy auf dem Campingplatz Trafoi aufgewacht bin, wusste ich, dass heute der richtige Tag für eine Wanderung ist. Die Wettervorhersage war nicht ganz optimal, aber dennoch versprach sie fotogene Wolken und gegen Nachmittag sollte sich sogar die Sonne zeigen.

Von daher habe ich nach einem guten Frühstück meinen Rucksack gepackt und auf ging es in Richtung Sulden. Heute sollte auf mich eine spektakuläre Bergwanderung mit anfänglich netter Unterhaltung warten.

Als Bike-Shuttle oder als Retter in der Not nach Sulden

Ganz entspannt ging es mit dem Auto nach Sulden. Heute war heute ein Freund vom Campingplatz mit am Start. Leider ist dessen Bike-Shuttle kurzfristig ausgefallen und seine Tour über das Madritschjoch bis hinein ins Vinschgau stand auf der Kippe.
Somit schlüpfte ich gern in die Rolle des Helfers und nahm ihn gern samt Mountainbike mit zur Bergbahn. Gemeinsam fuhren wir zur Bergstation und wanderten zum Madritschjoch auf 3123 m.

Ein schneller und bequemer Gipfel im Hochalpinen Gelände

Hier trennten sich unsere Wege. Er startete in die wunderschöne anmutende Abfahrt in das nächste Tal. Ich nahm den Weg linker Hand und stiefelte die letzten Höhenmeter auf die Hintere Schöntaufspitze hinauf.

Man muss dazu sagen, die Wanderung ist sehr einfach. Es geht zwar stetig bergauf, aber man ist nie wirklich in anspruchsvollen Gelände unterwegs. Nichtsdestotrotz erweist sich das alpine Panorama des Ortlergebietes als lohnenswert und wunderschön.

Wann kommt nun endlich der Genuss?

Nach ungefähr 20 Minuten bin ich auf der Hinteren Schöntaufspitze (3325 m) angekommen und suchte mir ein schönes Plätzchen für meine Brotzeit. Auch wenn die Gehzeit nicht wirklich lang war, stand heute der Genuss für mich im Mittelpunkt. Etwas leckeres zu Essen, Zeit nehmen, sich Achtsam durch die Natur bewegen und das tolle Panorama genießen. Das habe ich mir heute vorgenommen und ich muss sagen, ich habe es auch umgesetzt.

Die Suche nach dem Ort für meine Brotzeit erwies sich als recht langwierig. Es stürmte unheimlich – und das bei 0 Grad Celsius. Es war einfach bitter kalt. Dennoch habe ich einen windgeschützten Platz mit toller Aussicht gefunden. Und konnte mein Essen mit recht kalten Fingern genießen.

Bei diesem Wetter hielten es alle Bergwanderer nicht wirklich lang am Gipfel aus und begannen Just-In-Time nach ihrer Gipfelankunft den Abstieg. Somit hatte ich den ganzen Gipfel für mich und konnte genießen.

So wie ich es mag – querfeldein durch die alpine Gerölllandschaft

Nach der Brotzeit suchte ich mir einen Weg zur Vorderen Schöntaufspitze 3214 m. An diesem Punkt gelang es der Wanderung, mich zu überraschen. Ich hatte keineswegs auf dem Schirm, dass ich hier solch ein weitläufiges Gelände vorfinden würde. Es bot sich an, mich querfeldein durch das Geröll zu bewegen. Mein Herz ging auf.
Hier und da ein wenig kraxeln, hier und da einen Weg suchen, hier und da umdrehen, da sich der eingeschlagene Weg als Sackgasse erwies. Das Motto der Wanderung war ab jetzt: Mit allen Sinnen die alpine Landschaft erkunden.

Nach einigen Pausen ging es querfeldein zurück zur Bergstation und auf dem Weg entschloss ich mich, ins Tal zu laufen. Es war einfach zu schön. Auch wenn der Weg in Tal ein normale Fuhrweg war, war er doch schön. Es wurde wärmer und wärmer, grüner und grüner. Es war wunderschön. Am Ende der Wanderung hatte ich dadurch doch einige Kilometer auf meiner Uhr und habe mir mein bevorstehendes Abendessen auf dem wunderschönen Campingplatz Trafoi verdient.

Danke für diese wunderbare Genussrunde auf einen einfachen – aber wunderschönen und aussichtsreichen – Dreitausender.

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