
An sich würde ich jetzt auf einem Campingplatz in der Nähe von Garmisch-Partenkirchen sitzen und meinen Blick über das Bergpanorama des Karwendels schweifen lassen.
Aber dieses Jahr hatte das Wetter am Himmelfahrtswochenende abermals keine Lust darauf, dass wir in Richtung Alpen fahren. Es regnete und schneite sogar im Werdenfelser Land und in der Karwendelregion. Diese Wetterbedingungen sind alles andere als optimal für einen Mini-Camper.
Von daher hieß es an dem verlängerten Wochenende: zu Hause bleiben und den Urlaub ausnahmsweise in den eigenen vier Wänden genießen.
Einen kleinen Ausflug sollte es trotzdem geben: Ich wollte mir unbedingt einmal den Fuji Store in Nürnberg ansehen.
Von daher wurde eines Morgens der Caddy angelassen und auf ging die Fahrt in die fränkische Stadt Nürnberg. In der 500.000-Einwohner-Stadt bin ich schon einmal vor Jahren gewesen. An vieles kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern, von daher passte es mir ganz gut, mir diese Stadt noch einmal anzusehen.
Wird meine nächste Kamera eine Fuji?
In Nürnberg angekommen, hieß es als Erstes, in Richtung Fuji Store zu laufen und sich ein paar Kameras anzusehen. Leider konnte ich mir im Geschäft die Kameras wirklich nur ansehen. Ein In-die-Hand-Nehmen wäre sicherlich möglich gewesen, aber dazu hätte man erst einen Angestellten fragen müssen. Darauf habe ich oft keine Lust.
Hier habe ich gemerkt, dass die Fuji X-E5 ganz schön groß ist. Eigentlich suche ich eine aktuelle Kamera, welche meine Sony RX100 M7 ersetzen kann. Allerdings gestaltet sich dies als sehr schwer. Oftmals scheitert es, wie hier, an der Größe. Meine RX100 ist so klein, dass ich damit weder ernst genommen werde, noch falle ich auf den Straßen dieser Welt damit auf. Von daher ist diese Kamera an sich ziemlich optimal. Dennoch hätte ich gern ein bisschen mehr Lichtstärke und teils auch eine bessere Optik. Freistellen ist mit der RX100 kaum möglich und manchmal schränkt dies gestalterisch etwas ein. Auf der anderen Seite fördert diese technische Begrenzung natürlich auch die Kreativität.
Im Laden habe ich gesehen, dass die Fuji X-T30 vielleicht auch keine schlechte Wahl ist. Diese Kamera hat zwar einen Sucher. Das Klappdisplay ist jedoch nicht 180° klappbar. Der Fuji X-M5 fehlt leider der Sucher, sonst wäre diese Kamera sicherlich eine gute Wahl für mich. Da diese nahezu baugleiche Kamera ein Klappdisplay hat, welches man 180° klappen kann und sich somit selbst im Selfie-Modus sehen kann. Naja, kommt Zeit, kommt Rat oder ein neues Kameramodell.
Ein wirkliches Highlight waren jedoch nicht die Kameras im Geschäft, sondern die Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Ladens. Hier kann man sich wirklich viele gelungene Aufnahmen in gedruckter Form ansehen.
Dies ist ja mein Traum in einer größeren Wohnung: ein paar meiner Bilder an den Wänden, die ich in regelmäßigen Abständen nach Lust und Laune ändere.
Nach dem Besuch des Fuji Stores bin ich so schlau wie zuvor gewesen und abermals war ich glücklich über meine Sony RX100. Ich bin gespannt, wann Sony auf die Idee kommt, die RX100 M8 zu entwickeln und zu veröffentlichen. Ich würde sie mir sicherlich sofort bestellen.





Zwischen Elisenlebkuchen und Buchläden: In der Alstadt von Nürnberg
Die Innenstadt von Nürnberg ist wirklich sehenswert. Es ist ein schöner Mix aus kitschiger Altstadt und hässlichem 70er-Jahre-Neubau. Von daher habe ich versucht, ein paar sehenswerte Aufnahmen anzufertigen.
Ob mir dies auf dem Photowalk durch Nürnberg gelungen ist, kann ich noch nicht sagen, da ich mir die Bilder noch nicht am PC angesehen habe.
Wie auch immer: Neben zahlreichen Fotomotiven, die ich gesucht habe, habe ich tatsächlich mitten im Mai zwei, drei original Nürnberger Elisenlebkuchen zu viel gegessen. Ebenfalls habe ich nicht Nein gesagt, als ich bei einem Würstchenstand vorbeigelaufen bin und mir schnell drei kleine Nürnberger im Brötchen gekauft. Auch hier wurde ich nicht enttäuscht.
Als ich dann noch in einem der Buchläden fündig geworden bin und mir ein ganz nützliches Buch für die Schule gekauft habe, war ich rundum zufrieden. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch keine Ahnung, dass der Tag noch wirklich sehr leckere Manakish in petto haben sollte.






Wie ich durch diesen Ausflug ungefähr 1000 EUR gespart habe …
Von daher ging es satt und mit einem guten Gefühl zurück, mit knappen 100 km/h in Richtung Heimat. Abermals war es schön, ein paar neue Eindrücke zu bekommen und ein wenig aus dem Alltag auszubrechen. Auch wenn ich der letzte Mensch bin, der sich bei all meinen Reisen über Eintönigkeit beklagen darf, ist es doch schön, ab und zu neue Eindrücke vom Leben serviert zu bekommen.
Und ganz nebenbei habe ich mich wieder einmal für meine Sony RX100 M7 entschieden. Ich bin gespannt, wie lange ich dieses Mal bei meiner Meinung bleibe, bevor ich mich wieder nach neuen Kameras umsehe.





