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Lady Bird (2017)

Dieser Film war wirklich gut. Starten wir jedoch von vorn: Lady Bird ist ein klassischer Coming-of-Age-Film. Lady Bird, eigentlich Christine, lebt in Sacramento und in ihrem Leben wird sich mit ihren 17 Jahren einiges ändern. Die Highschool steht kurz vor dem Abschluss und ihr Leben am College, auf das sie sehnsüchtig wartet, steht bereits in den Startlöchern.

Der Film beschreibt den Konflikt zwischen der eigenen gewünschten Entwicklung und den Erwartungen der Familie und von Freunden, die man erfüllen möchte. Oftmals ist es jedoch ein Spagat zwischen diesen Welten und man muss jede Menge Kompromisse eingehen, auf die man in diesem Alter eigentlich keine Lust hat.

Genau diesen Konflikt lebt Lady Bird täglich aus. Egal, ob es um die Beziehung zu ihrer Mutter geht, die Suche nach der ersten großen Liebe, den Aufbau von Selbstbewusstsein, um sich gegen vermeintliche Alpha-Tiere zu behaupten oder ganz einfach um die Suche nach einem Lebensentwurf, den man sich selbst vorstellt.

Es ist einfach ein ganz wunderbarer Film über einen kleinen Teil des Erwachsenwerdens. Ich konnte mich so gut in den Film und das Leben von Lady Bird hineinfühlen. Einerseits sind einem die Themen natürlich alle irgendwo bekannt. Andererseits durchlebte ich meinen ersten Auszug aus meinem bisherigen Zuhause ebenfalls im Herbst, um mein Studium zu beginnen.

Eine Szene beschreibt diesen Zustand, den man in dieser Zeit durchlebt, wirklich perfekt: Lady Bird räumt ihr Zimmer aus und überstreicht ihre Vergangenheit mit weißer Farbe. Vielleicht als Symbol dafür, dass es Zeit wird, das vergangene Kapitel abzuschließen, um ein neues beginnen zu können.

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