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Kategorie: film_2026

The Lobster (2015)

In verschiedenen Podcasts und auf diversen YouTube-Kanälen hatte ich schon viel Gutes über den Regisseur Giorgos Lanthimos gehört, doch tatsächlich war mir sein Werk bis vor Kurzem völlig fremd.

Vor einer Woche hat sich das geändert: Mit „The Killing of a Sacred Deer“ erlebte ich einen fantastischen Erstkontakt. Angespornt davon werde ich mich in den nächsten Wochen weiter durch die teils skurrilen Filme des griechischen Regisseurs arbeiten.

„The Lobster“ war ein ebenso sehenswerter Film. Die Kameraarbeit, die Dialoge und die Charakterzeichnung sind herausragend; die Story empfand ich als absolut stimmig.

Die Protagonisten bewegen sich in einer Welt, in der es untersagt ist, allein zu leben. Werden sie zum Single, bleibt ihnen nur ein begrenzter Zeitrahmen, um ihren Beziehungsstatus zu ändern, andernfalls droht eine drastische Strafe. In dieser Dystopie rund um den Paarzwang entfaltet sich ein bizarrer Kosmos, der das gesamte Gedankenkonstrukt faszinierend macht.

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Pulp Fiction (1994)

Irgendwann hatte ich diesen Film schon einmal angefangen, aber nicht zu Ende geschaut. Nun war es soweit. Der Film ist ja Kulturgut einer ganzen Generation aus den 1990igern.

Dementsprechend hoch war meine Erwartungshaltung, die leider nicht erfüllt werden konnte.

Der Film ist schon gut und besonders, aber irgendwie ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Die Erzählstruktur Tarantinos ist schon wirklich gut, aber 30 Jahr nach dem Erscheinen des Films nicht wirklich besonders. Die inhaltslosen Dialoge sind hörenswert, der Soundtrack ist ebenso wirklich gut, der Cast des Films ist echt verrückt, aber die Story blieb meiner Meinung nach irgendwie auf der Strecke.

Dennoch bin ich froh, den Film endlich gesehen zu haben.

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The Killing of the sacred Deer (2017)

Wow, was war das für ein wahnsinnig interessanter Film?! Ich habe selten solch einen verrückten, unterhaltsamen, cineastischen und zugleich lohnenswerten Film gesehen.

Kurz zur Story:

Herzchirurg Steven wird von seiner Vergangenheit eingeholt: Weil er den Vater des Teenagers Martin bei einer OP verlor, fordert dieser blutige Sühne. Und genau von diesem Racheakt des Teenagers handelt der Film.

Dabei ist der Film nahezu ein Paradebeispiel für die Pflichtlektüre in einem Pro-Seminar über Filmtheorie: schon allein der Titel lässt allerhand Interpretationsspielraum, der Eröffnungsszene der OP am offenen Herzens, die fremdgesteuerten und betäubten Dialoge oder die Frage danach, ob Rache moralisch vertretbar ist.

Der Film hat sich wirklich gelohnt. Mir war lediglich die ein oder andere Leerstelle etwas zu viel. Aber das ist totale Geschmackssache.

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Die Vorkosterinnen (2025)

Der Film erzählt die Geschichte von Margot Wölk – solide gemacht und durchaus sehenswert.

Es geht um die Frauen, die jeden Bissen für Hitler vorkosten mussten, weil die Angst vor Vergiftungen im Führerhauptquartier regierte.

Mich hat besonders der Gedanke berührt, dass diese Geschichte fast verloren gegangen wäre: Margot Wölk hat erst 2012, kurz vor ihrem Lebensende, den Mut gefunden, von diesem bizarren und gefährlichen Schicksal zu erzählen.

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Im Schatten des Orangenbaums (2025)

Ich weiß nicht, wie lang es her war, dass wir einen Film im Kino angesehen haben. Diesen Film haben wir jedoch wieder einmal im hiesigen Clubkino angesehen.

Eins kann ich sagen: Der Ausflug hat sich gelohnt und das nicht nur des Kino wegens.

Der Film hat eine durchaus beachtliche Länge, allerdings war es jede Minute wert. In dem Film wird der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästina thematisiert. Es wird gezeigt, wie Generationen an Menschen durch diesen Konflikt leiden und somit über viele Jahre ganze Existenzen zerstört werden.

Es war ein wirklich interessanter und sehenswerte Film, welcher viel Platz für spannende Diskussionen bietet.

Allerdings gibt es nichts an der Kernaussage des Films zu rütteln: Man muss immer an die Menschlichkeit glauben.

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Train Dreams (2025)

Train Dreams war ein ganz fantastisches, fesselndes und berührendes Drama. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, welcher sich immer zurücknahm, um für seine Familie und Freunde da zu sein.

Die Geschichte wird sehr langsam und intensiv in wunderschönen Bildern erzählt. Der Film ist quasi das Gegenteil eines Tiktok-Videos. Meine Gefühle beim sehen waren sehr ambivalent: Trauer, Aufbruch, Furcht und Freude wechselten sich beim sehen immer wieder ab.

Im Abspann des wirklich lohnenswerten Films habe ich gesehen, dass dieser Film auf einer Romanvorlage basiert. Natürlich habe ich mir die Novelle gleich auf meine Liste geschrieben – es sind nur 112 Seiten.

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One battle after another (2025)

An diesen Film hatte ich sehr große Erwartungen. In vielen Rezensionen war die Sprache davon, dass dies der beste Film des Jahres 2025 sei und der Film wohl Klassiker-Potential habe.

Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen. Trotz einer Länge von fast drei Stunden war der Film sehr kurzweilig, was nicht zuletzt an den schauspielerischen Leistungen der Protagonisten rund um Di’Caprio lag.

Meiner Meinung nach besteht der Film aus zahlreichen wirklich guten Szenen. Szenen, die man locker in Film-Seminaren an der Uni zeigen kann, um daran Filmtheorie zu analysieren. Dennoch muss ich leider sagen, dass mir bei der Gesamt-Story etwas gefehlt hat.

Aber das ist Jammern auf großem Niveau. Der Film lohnt sich auf jeden Fall!

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