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Kategorie: Filme

Civil War (2024)

Mit einem Film, welcher aus A24 Film Studios stammt, macht man in der Regel nichts falsch. Diese Filmschmiede steht für Qualität.

Diese Qualität ist ebenso bei dem Film Civil War erkennbar. Die Handlung ist der Realität gar nicht so fremd: In den USA ist ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Der amtierende Präsident versucht, eine dritte verfassungswidrige Amtszeit durchzusetzen. Verschiedene Staaten der USA wehren sich dagegen militärisch. Fertig ist der Bürgerkrieg.

Im Film wird dem Zuschauer die ganze Lage durch das Begleiten eines Journalisten-Teams, bestehend aus Kriegsreportern, näher gebracht.

Ich fand das Szenario, eines Bürgerkrieges, welcher aus einem politischen Putsch entstanden ist, durchaus interessant. Es gibt gewaltige Bilder, zum Glück nicht zu viel Action, dezente Weltuntergangsstimmung und eine Story, die Fotografie zum Thema hat.

Natürlich ist die politische Lage in dem Film nicht mit der Realität zu vergleichen, aber dennoch wird hier ersichtlich, wie gefährlich der Populismus werden kann.

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The Zone of Interest (2023)

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großes Interesse an dem ernsten und natürlich wichtigen Thema des Holocausts habe. Zu diesem Thema belegte ich verschiedene Seminare im Rahmen meines Studiums und wälzte zusätzlich dazu einiges an Literatur in meiner Freizeit.

Aus dieser Perspektive heraus ist der Film überaus gelungen. Cineastisch und thematisch ist der Streifen sehr gut aufbereitet. Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer hat hier meines Erachtens einen sehr wichtigen Film erschaffen.

In dem Film wird das Leben eines Lagerkommandanten für 3 Jahre mehr oder weniger portraitiert. Das besondere daran, er lebt in einem Haus, welches direkt an die Grenzen des Arbeits- und Vernichtungslagers Ausschwitz gebaut wurde.

Auf der einen Seite findet man ein vermeintliches Paradies und auf der anderen Seite findet man buchstäblich die sichere Hölle, um diesen religiösen Vergleich zu vervollständigen.

Diese obszöne und teils sogar perverse Ambiguität ist ein Motiv, welches gekonnt während des ganzen Films aufgegriffen wird. Dabei verzichtete Glazer, das Schreckliche direkt darzustellen. Dennoch ist es jeder Szene ganz subtil zu hören oder indirekt zu sehen.

Gerade mit der ein oder anderen Portion an Hintergrundwissen zum Thema des Holocausts oder sogar zu den Lagern in Ausschwitz, bietet der Film eine großartige und viel zu selten behandelte Perspektive. Gerade die Familie Höß lebte in ihrer Scheinwelt, ein vermeintliches glückliches Leben. Mit dem Wissen, dass nur ein paar Meter von ihrem Paradies entfernt hunderttausende Menschen vernichtet wurden.

Besonders die reizarme und nüchterne Darstellung des Films hat mir sehr gefallen. Der Film besteht aus vielen ruhigen Szenen und Kamerafahrten. Auf Hintergrundmusik wird fast gänzlich verzichtet. Und dennoch, gelingt es ihm, das Schreckliche zu benennen, aufzuzeigen und den Zuschauern ein mulmiges oder viel mehr fassungsloses Gefühl zu bescheren.

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Jagdsaison (2022)

Ich hätte vor dem Schauen nicht gedacht, dass mir solch ein Film mit solch einem Cover doch überraschend viel Spaß bereiten kann.

Der Film, welcher eine Adaption aus dem Dänischen ist, hat einen ganz subtilen Humor, besitzt Slapstick sowie allerhand komische Momente und wird mit einem recht schönen Soundtrack abgerundet. Von daher ist es ein Film, welcher einem kurzfristig richtig gute Laune beschert.

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One Life (2024)

„Tue Gutes und rede nicht darüber.“ Genau das dachte sich Nicholas Winton über sein (wahrscheinliches) Lebenswerk. In diesem historischen Film wird gezeigt, wie Nicholas Winton mit vielen Helfern jüdische Kinder aus Prag vor den Nationalsozialisten des Dritten Reiches rettete. Sein Ziel war es, so viele Kinder wie möglich mit dem Zug von Prag nach Großbritannien zu bringen. Im britischen Königreich sollten die Kinder für die Zeit des Krieges in Pflegefamilien leben. Durch dieses mutige und vorbildliche Handeln rettete er mit seinen Helferinnen und Helfern über 600 Kinder vor dem sicheren Tod.

Die Story des Filmes wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Man erhält einen Einblick, wie die Rettung am Ende der 1930er Jahre ablief und andererseits wird gezeigt, wie Winton 50 Jahre nach den organisierten Fluchtaktionen / Kindertransporten seine Erlebnisse mit der Öffentlichkeit teilt bzw. nicht teilen möchte. Er stellt seine Leistung immer wieder hinten an und hat schwere innere Konflikte, überhaupt über diese Zeit zu sprechen.

Der Film zeigt auf eine wunderbare Art und Weise, wie viel man mit Engagement sowie Mut erreichen kann Natürlich wird ebenfalls gezeigt wie widerlich das rechtsextreme Gedankengut war und leider immer noch ist.

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Der Gesang der Flusskrebse (2022)

Eigentlich wollte ich den Roman von Delia Owens lesen. Aber irgendwie bin ich nicht dazu gekommen. Nun gab es den Film auf Netflix, das Buch hatte ich schon verkauft und dadurch konnte ich den Film ansehen. Das Buch konnte ich sowieso nicht mehr lesen, da ich es schon verkauft hatte.

Wie ich es schon gehört hatte, war der Film recht kitschig und schnulzig. Aber er überzeugt durch eine durchaus lohnenswerte Story und wunderbaren Bildern der Natur. Leider schwächelt er ein wenig in der zweiten Hälfte des Filmes. Aber das Ende versöhnte mich.

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Dolores (1995)

Nachdem ich den Roman „Dolores“ von Stephen King gelesen habe, war es Zeit die Verfilmung mit Kathy Bates anzusehen.

Was soll ich sagen? Es ist eine gelungene und gemütliche Adaption des Romans. Im Roman ist wird die Handlung durch eine reine Erzählung aus der Ich-Perspektive an den Leser gebracht.

Im Film wurde dies natürlich komplexer und mit mehreren handelnden Personen umgesetzt. Dennoch eine tolle Verfilmung.

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The 8 Show (2024)

Von der süd-koreanischen Miniserie versprach ich mir sehr viel. Die ersten 4 Folgen bauen ein geniales Konstrukt auf. Die Serie zeigt ein sozialkritisches Szenario, wie es auf der Film „Der Schacht“ getan hat.

Leider verlor die zweite Hälfte der Serie für mich an Qualität. Hier wurde immer wieder das selbe Motiv bespielt: Gewalt. Meines Erachtens hätte man dies besser darstellen können.

Nichtsdestotrotz war es eine solide Serie.

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