
Im Winter war es mal wieder soweit: Die Reiseplanung für das kommende Jahr stand an. Je mehr man von der Welt gesehen hat, desto schwerer wird es, passende, erschwingliche und gut erreichbare Ziele zu finden und natürlich Ziele, die sich in diesem Fall innerhalb einer Woche bereisen lassen.
Meine erste Wahl fiel auf Algerien. Von diesem Land hatte ich keinerlei Bild im Kopf. Die Visa-Situation erwies sich nach erster Recherche als zumindest mühsam. Doch fand ich dabei auch eine Information, die mich sofort aufhorchen ließ: Im Süden Algeriens soll es noch Wüstendörfer geben, die ein ausgesprochen traditionelles Leben führen. Orte, an denen man einem Leben aus der Vergangenheit begegnen kann. Es gäbe sogar eine Vorschrift, dass man in diesen Dörfern nicht fotografieren darf. Das alles klang ungemein spannend und ich war hellauf begeistert.
Leider erwies sich der Weg zu einem Visum im verfügbaren Zeitrahmen als zu aufwendig. Also musste ein Ersatzziel her: Die Wahl fiel dabei auf Tunesien.
In Tunesien war ich 1995 schon einmal, damals noch mit meinen Eltern. Vom Land selbst habe ich allerdings wenig gesehen. Einerseits war ich noch recht jung, die Erinnerungen sind entsprechend verblasst. Andererseits verbrachten wir einen klassischen Hotelurlaub, der wenig Raum für Entdeckungen ließ.
Das Ziel für die kommende Reise stand damit fest: Es sollte ans Tor der Sahara gehen. Schon die erste kurze Recherche zeigte, dass Tunesien einige hidden Gems zu bieten hat und von daher lohnt sich eine Reise in das Land der 2011 stattgefundenen Jasminrevolution bestimmt.
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