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Kategorie: Asien

Trans-Himalaya: Gemeinsam mit dem Panchen Lama im Kloster Tashi Lhunpo

Am Abend des Vortages kamen wir erst nach Sonnenuntergang in Shigatse an. Hinter uns lag ein langer Reisetag, an dem wir früh am Morgen in Lhasa aufgebrochen waren, um die phänomenale Aussicht auf den Yamdrok-Yumtso-See zu genießen und im Laufe des Tages einen ersten Eindruck davon zu bekommen, wie es sich anfühlt, im Himalaya unterwegs zu sein.

Entsprechend müde waren wir, als wir unser Zimmer – oder besser gesagt unsere kleine Wohnung – in Shigatse bezogen. Unser Wunsch war denkbar schlicht: noch etwas Leckeres zu essen und uns zu erholen.

Zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings noch nicht, dass sich dieser Wunsch nach einem guten Abendessen nicht erfüllen würde. Ebenso ahnten wir nicht, dass uns am nächsten Tag ein Besuch im Kloster Tashi Lhunpo erwartete – gemeinsam mit der wohl bedeutendsten geistlichen Persönlichkeit dieser Region: dem Panchen Lama.

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Trans-Himalaya: Endlich startet unser Roadtrip durch quer durch das abenteuerliche Tibet

Die letzten Tage, die wir in Xining und Lhasa verbracht haben, haben uns oder besser gesagt ‚mich‘ tief beeindruckt. Wir sind in einer Welt angekommen, die ich bisher nur aus Büchern sowie aus Reise- und Abenteuervorträgen kannte. Und nun bin ich selbst genau auf diesem Teil unseres Planeten unterwegs.

Bereits in der Region rund um Xining merkten wir, dass wir uns in einer völlig anderen Welt befanden, als wir es von zu Hause gewohnt sind und auch anders, als wir es vielleicht erwartet hatten. Schon in der chinesischen „Kleinstadt“ bewegten wir uns fernab vom Mainstream-Tourismus und waren als westliche Reisende echte Exoten. Mehr als einmal wurden wir gefragt, ob man ein gemeinsames Foto mit uns machen dürfe. Während unserer Tage in Xining begegneten wir kaum anderen westlichen Menschen und erhielten schon hier einen intensiven ersten Einblick in die tibetische Kultur.

In Lhasa sollte sich diese Situation zunächst etwas verändern: Hier waren zahlreiche Touristinnen und Touristen aus nahezu allen Teilen der Welt unterwegs. Und doch waren wir nun im wirklichen Tibet angekommen. Genauer gesagt: Wir sind nun in der ehemals verbotenen Stadt Lhasa. Das war überall spürbar. Wir waren umgeben von Symbolen, Düften, Menschen und Klängen, die wir bislang nur von Erzählungen kannten.

Wir waren endlich in Tibet und unsere Reise durch einen winzigen Teil dieses riesigen Landes konnte nun beginnen. Bereits auf der ersten Etappe erwarteten uns zahlreiche Highlights: der Yamdrok-See, der Gletscher des Mount Nyechen Kangsar, unvergessliche Bergpanoramen und der Besuch eines eindrucksvollen Klosters.

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Trans-Himalaya: Abseits von Lhasa – Klöster, Einsiedlerhöhlen und atemberaubende Ausblicke

In der unmittelbaren Umgebung von Lhasa konnten wir mit Hilfe unseres Guides Tenzin und unseres Fahrers Bimba ganz unkompliziert weitere Klöster besuchen. Diese gaben uns einen sehr guten Einblick in Tibets religiöse Kultur.

Im Vorfeld entschied ich mich gemeinsam mit unserer Beraterin und Sales Managerin der tibetischen Reiseagentur dafür, die Klöster Sera, Ganden und Drak Yerpa zu besuchen. Diese Klöster besuchten wir an zwei Tagen und wir waren sehr gespannt, wie das Leben in Tibet außerhalb der ehemals verbotenen Stadt Lhasa aussehen würde und freuten uns schon sehr auf diese Entdeckungstouren.

Religion hat hier nach wie vor eine große Bedeutung und prägt den Alltag der einheimischen Menschen maßgeblich. Was alle Klöster gemeinsam haben: Sie sind von atemberaubender Natur umgeben. Manche liegen in spektakulärer Berglandschaft, andere wurden auf kargen, felsigen Berghängen erbaut. Schon allein die Fahrt zu den Klöstern war es wert, den Weg auf sich zu nehmen.

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Trans-Himalaya: Eine Reise in die ehemals verbotene Stadt Lhasa

Vor vielen Jahren – eigentlich eher vor Jahrzehnten – sah ich während der Weihnachtstage einen Film, den ich bis dahin noch nie in meinem jugendlichen Leben gesehen hatte. Der Titel jedoch war mir durchaus bekannt: Sieben Jahre in Tibet.

Allein dieser Name versprach Abenteuer pur. Ich sah mir den Film allein in meinem Jugendzimmer an und versank vollständig in dieser mysteriösen, geheimnisvollen tibetischen Welt. Als der Abspann lief, war es um mich geschehen: meine Faszination für Tibet war geweckt.

In der darauffolgenden Woche kaufte ich mir das gleichnamige Buch eines der Hauptprotagonisten, Heinrich Harrer. In meiner Kindheit und Jugend war ich kein besonders guter Leser, doch dieses Buch arbeitete ich mir mühevoll. Über Wochen hinweg las ich Seite für Seite. Während dieser Lektüre kam ich zum ersten Mal mit dem Begriff der „verbotenen Stadt“ in Berührung.

Viele Jahrzehnte später kaufte ich mir eine neue Ausgabe für meinen E-Book-Reader und begann das Buch erneut zu lesen – selbstverständlich zu dem Zeitpunkt, als wir uns selbst auf unsere Reise nach Tibet begaben. Zu Zeiten Heinrich Harrers, in den 1940er-Jahren, war Tibet verständlicherweise ein vollkommen anderes Land als jenes, das wir heute vorfinden.

Damals war es für auswärtige Reisende nahezu unmöglich – ja fast verboten –, die Stadt Lhasa zu betreten. Man benötigte zahlreiche Genehmigungen, um sich der Stadt überhaupt nähern zu dürfen.

Heutzutage ist Lhasa keine verbotene Stadt mehr. Man benötigt lediglich eine Menge Geld, um dorthin zu reisen. Und ganz frei bewegen darf man sich in Lhasa dennoch bis heute nicht.

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Trans-Himalaya: Ein Flug über die Gipfel des Himalayas in die verbotene Stadt Lhasa

Wir hatten bereits in der Vorbereitung entschieden, den Nachtzug von Xining nach Lhasa nicht zu nehmen. Zum einen fehlte uns schlicht die Zeit, zum anderen erschien uns diese Variante im Hinblick auf die Akklimatisierung für unseren Körper nicht besonders sinnvoll.

So saßen wir an einem nebeligen Morgen ein letztes Mal am Frühstückstisch unseres Hotels, verabschiedeten uns gedanklich von Xining und schlürften genüsslich unsere Nudelsuppe. Da unser Flug erst zur Mittagszeit startete, verspürten wir keinerlei Eile und machten uns ganz entspannt auf den Weg zum Flughafen.

Zu diesem Zeitpunkt ahnten wir noch nicht, welch atemberaubender Flug vor uns lag.

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Trans-Himalaya: Tanzende Menschen in Xining

Es ist schon verrückt: Da reist man um die ganze Welt, hat das ein oder andere Weltwunder bestaunt, wunderschöne Natur genießen dürfen oder sich spektakuläre Weltstädte angeschaut.

Was mich – beziehungsweise mein Mindset – jedoch wirklich jedes Mal nachhaltig beeinflusst, sind Begegnungen mit Menschen. Auch in Xining hatten wir viele schöne Begegnungen mit den unterschiedlichsten Menschen. Wir wurden auf der Straße angesprochen, um Selfies gebeten oder hatten nette „Gespräche“ mit Taxi-Fahrern oder -Fahrerinnen. Ich setze das Wort Gespräche bewusst in Anführungsstriche, da es oft nur Fragmente waren, bedingt durch die geringen Schnittmengen unserer Sprachen.

Eine Begegnung ist mir dabei bis heute besonders im Gedächtnis geblieben: die Begegnung mit tanzenden Menschen auf dem Central Square von Xining.

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Trans-Himalaya: Xining entdecken – Zwischen Alltag, Kultur und verborgenen Momenten

Als ich mich in Vorbereitung auf meine Tibet-Reise über die chinesische Stadt Xining schlau machte, stieß ich immer wieder auf die Aussage, dass es die Stadt keinesfalls wert sei, mehr Zeit in ihr zu verbringen als unbedingt notwendig.

Solche Einschätzungen kann ich überhaupt nicht nachvollziehen und frage mich, ob sie tatsächlich von Reisenden stammen. Schließlich hat jeder Ort auf dieser Welt seinen eigenen Reiz und seine Besonderheiten, die es zu entdecken gilt.

Genauso erlebte ich es auch in Xining. Auf den ersten Blick mag die Stadt durchaus nicht durch Schönheit glänzen. Beim zweiten Hinsehen erkennt man jedoch schnell, dass sie sehr wohl einen Besuch wert ist. Der Grund dafür ist ganz simpel: Hier leben Menschen ihr Leben.

Für mich ist es oft am interessantesten, Menschen in ihrem Alltag zu beobachten, mit ihnen ins Gespräch zu kommen und sich über ihre jeweiligen Lebensrealitäten auszutauschen.

Natürlich gibt es auch in Xining einige touristische Highlights, die man sich nicht entgehen lassen sollte, wenn man diese chinesische Millionenstadt auf knapp 2300 Metern Höhe besucht.

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