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Kategorie: Filme

Squid Game – Staffel 2 (2024)

Die erste Staffel der Serie war ein großer Erfolg auf Netflix. Als eine Art Takeshis Castle mit Todesfolge verschlang ich die Serie innerhalb weniger Tage.

In der Staffel 2 gab es einige interessante Wendungen. Außerdem wurden wir mit vielen interessanten Informationen über die Squid Games belohnt. Es gibt in dieser Staffel einen größeren Einblick hinter die Kulissen der Todes-Spiele. Das ist super spannend gewesen.

Dennoch sehe ich diese Staffel eher als eine Brücken-Staffel für die dritte Auflage der Erfolgsserie. Schließlich wurde schon bekannt gegeben, dass eine dritte Staffel von Squid Games erscheinen wird.

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Die Discounter – Staffel 4 (2024)

Was soll ich noch über Die Discounter schreiben? Es ist eine fantastischer Serie. Sie ist kurz, kurzweilig und doch auch irgendwie mehrperspektivisch.

Ich bin eine großer Fan der Discounter-Familie und war froh, als die vierter Staffel endlich online war.

Es ist alle wie immer: Die Qualität blieb bis zum Ende der vierten Staffel erhalten. Vielleicht geht es ja weiter? Schließlich gibt es noch einige offene Fragen über die sympathische Belegschaft des Hamburger Supermarkts, die in einer fünften Staffel der Mockumentary geklärt werden könnten.

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Sieben Jahre in Tibet (1997)

Diesen Klassiker habe ich über Weihnachten nochmals angesehen. Wobei „nochmals“ das falsche Wort ist, da ich mir den Film regelmäßig ansehe. Es ist durchaus einer meiner Lieblingsfilme: tolle Landschaftsaufnahmen von Tibet, eine gute Story und ein atmosphärischer Sound.

Nachdem ich den Film das erste Mal gesehen hatte, las ich das Buch von Heinrich Harrer, welches als Vorlage für den Film dient. Nach meiner Lektüre schickte ich das Buch zu Heinrich Harrer und bat um eine Signatur. Ein paar Wochen später erhielt ich mein Buch zurück. Im beigelegten Brief stand, dass das Buch nicht signiert werden konnte, da Heinrich Harrer (gespielt durch Brad Pitt) kurz nach der Ankunft meines Buches gestorben ist. Das ist eine kleine Story, die ich schon fast vergessen hatte. Sie fiel mir aber während des erneuten Ansehen des Filmes wieder ein.

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Speak no evil (2022)

Sprich nichts Böses. Diese Tugend wird im dänischen Slow-Burn-Horror-Film dargestellt bzw. die Auswirkungen der Tugend gezeigt.

Im Film wird gezeigt, wie sich eine Situation zwischen zwei Familien zu spitzen kann, wenn man einfach „nichts Böses“ sagt bzw. seine Meinung nicht vertritt und kommuniziert. Minute für Minute nimmt der Teufelskreislauf fahrt auf. Teils nachvollziehbar, teils nicht nachvollziehbar. Auf jeden Fall war ich als Zuschauer immer gespannt, wie die Protagonisten agieren und wie sich die Situation verändern.

Für mich war „Speak no evil“ einer der Filmes des Jahres.

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The Substance (2024)

Was war das für ein Film? Aber fangen wir von vorn an. Ich denke, in einer gewissen Lebensphase wünscht sich jeder Mensch, jünger zu sein. Wie schön wäre es dann, seine Jugend zurück zu bekommen? Genau dieser Wunsch kommt in der Hauptprotagonistin auf, als sie von ihrem langjährigen Arbeitgeber mehr oder weniger abserviert wird.

Über die Werbung kommt sie in Kontakt mit einem Unternehmen, welches propagiert, dass ihr dieser Wunsch erfüllt werden kann.

Ihr Schicksal nimmt rasante Fahrt auf, getrieben durch den Schönheitswahn, Narzissmus und irgendwie auch Egoismus.

Der Film ist spannend, ästhetisch, z u tiefst nackt zugleich jedoch widert er gleichermaßen an. Er lohnt sich!

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Civil War (2024)

Mit einem Film, welcher aus A24 Film Studios stammt, macht man in der Regel nichts falsch. Diese Filmschmiede steht für Qualität.

Diese Qualität ist ebenso bei dem Film Civil War erkennbar. Die Handlung ist der Realität gar nicht so fremd: In den USA ist ein Bürgerkrieg ausgebrochen. Der amtierende Präsident versucht, eine dritte verfassungswidrige Amtszeit durchzusetzen. Verschiedene Staaten der USA wehren sich dagegen militärisch. Fertig ist der Bürgerkrieg.

Im Film wird dem Zuschauer die ganze Lage durch das Begleiten eines Journalisten-Teams, bestehend aus Kriegsreportern, näher gebracht.

Ich fand das Szenario, eines Bürgerkrieges, welcher aus einem politischen Putsch entstanden ist, durchaus interessant. Es gibt gewaltige Bilder, zum Glück nicht zu viel Action, dezente Weltuntergangsstimmung und eine Story, die Fotografie zum Thema hat.

Natürlich ist die politische Lage in dem Film nicht mit der Realität zu vergleichen, aber dennoch wird hier ersichtlich, wie gefährlich der Populismus werden kann.

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The Zone of Interest (2023)

Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großes Interesse an dem ernsten und natürlich wichtigen Thema des Holocausts habe. Zu diesem Thema belegte ich verschiedene Seminare im Rahmen meines Studiums und wälzte zusätzlich dazu einiges an Literatur in meiner Freizeit.

Aus dieser Perspektive heraus ist der Film überaus gelungen. Cineastisch und thematisch ist der Streifen sehr gut aufbereitet. Regisseur und Drehbuchautor Jonathan Glazer hat hier meines Erachtens einen sehr wichtigen Film erschaffen.

In dem Film wird das Leben eines Lagerkommandanten für 3 Jahre mehr oder weniger portraitiert. Das besondere daran, er lebt in einem Haus, welches direkt an die Grenzen des Arbeits- und Vernichtungslagers Ausschwitz gebaut wurde.

Auf der einen Seite findet man ein vermeintliches Paradies und auf der anderen Seite findet man buchstäblich die sichere Hölle, um diesen religiösen Vergleich zu vervollständigen.

Diese obszöne und teils sogar perverse Ambiguität ist ein Motiv, welches gekonnt während des ganzen Films aufgegriffen wird. Dabei verzichtete Glazer, das Schreckliche direkt darzustellen. Dennoch ist es jeder Szene ganz subtil zu hören oder indirekt zu sehen.

Gerade mit der ein oder anderen Portion an Hintergrundwissen zum Thema des Holocausts oder sogar zu den Lagern in Ausschwitz, bietet der Film eine großartige und viel zu selten behandelte Perspektive. Gerade die Familie Höß lebte in ihrer Scheinwelt, ein vermeintliches glückliches Leben. Mit dem Wissen, dass nur ein paar Meter von ihrem Paradies entfernt hunderttausende Menschen vernichtet wurden.

Besonders die reizarme und nüchterne Darstellung des Films hat mir sehr gefallen. Der Film besteht aus vielen ruhigen Szenen und Kamerafahrten. Auf Hintergrundmusik wird fast gänzlich verzichtet. Und dennoch, gelingt es ihm, das Schreckliche zu benennen, aufzuzeigen und den Zuschauern ein mulmiges oder viel mehr fassungsloses Gefühl zu bescheren.

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