Gestern Abend war es so weit: Ich habe meinen ersten kleinen Reisevortrag vor einem mir völlig fremden Publikum gehalten. Warum das für mich doch eine besondere Bedeutung hatte, möchte ich in diesem Blogpost ein wenig näher erläutern.
Ich hatte das Vergnügen, einige meiner Bilder und Videos vor etwa 50 bis 60 Menschen in einem Nachbarort zu zeigen. Und ja: mir hat es sehr gefallen, anderen von meiner vergangenen Weltreise zu erzählen.
Starten wir aber erst einmal ganz von vorn, um diesem Beitrag etwas Struktur zu geben.
In der unmittelbaren Umgebung von Lhasa konnten wir mit Hilfe unseres Guides Tenzin und unseres Fahrers Bimba ganz unkompliziert weitere Klöster besuchen. Diese gaben uns einen sehr guten Einblick in Tibets religiöse Kultur.
Im Vorfeld entschied ich mich gemeinsam mit unserer Beraterin und Sales Managerin der tibetischen Reiseagentur dafür, die Klöster Sera, Ganden und Drak Yerpa zu besuchen. Diese Klöster besuchten wir an zwei Tagen und wir waren sehr gespannt, wie das Leben in Tibet außerhalb der ehemals verbotenen Stadt Lhasa aussehen würde und freuten uns schon sehr auf diese Entdeckungstouren.
Religion hat hier nach wie vor eine große Bedeutung und prägt den Alltag der einheimischen Menschen maßgeblich. Was alle Klöster gemeinsam haben: Sie sind von atemberaubender Natur umgeben. Manche liegen in spektakulärer Berglandschaft, andere wurden auf kargen, felsigen Berghängen erbaut. Schon allein die Fahrt zu den Klöstern war es wert, den Weg auf sich zu nehmen.
Lang, lang ist es her, dass ich zuletzt im Kino gewesen bin. So recht kann ich mich gar nicht mehr daran erinnern, wann genau das war. Es muss jedenfalls noch vor der Covid-Pandemie gewesen sein, auch wenn ich es zeitlich nicht mehr exakt einordnen kann.
Wie auch immer: In den vergangenen Wochen war ich nun wieder einmal im Kino. Eigentlich hatte ich geplant, gemeinsam mit meiner Familie den zweiten Stromberg-Film anzuschauen. Aufgrund eines kurzfristigen grippalen Infekts meiner Eltern besuchte ich stattdessen zusammen mit meiner Freundin den Film Im Schatten des Orangenbaums.
Lang ist es her, dass hier im Vorland des Erzgebirges so viel Schnee gelegen hat, dass man tatsächlich mit den Langlaufskiern unterwegs sein konnte. Doch zu Beginn des Jahres 2026 war es endlich wieder so weit: Ich konnte meine Ski aus dem Keller holen und ein paar Runden drehen.
Das Beste daran ist, dass ich direkt vor der Haustür starten kann. Kein Auto, keine Anfahrt, kein Winterurlaub in den Bergen. Stattdessen ziehe ich mir die Ski an, trete vor die Wohnungstür und bin mittendrin. Ein Luxus, der mir in diesem Moment wieder bewusst geworden ist.
Ski-Langlauf ist eine Sportart, die ich erst im jungen Erwachsenenalter erlernt habe und die ich nur selten ausübe. Doch genau das macht ihren Reiz aus: Man kann sie im Dunkeln erleben, sich durch stille Wälder und verschneite Felder bewegen und dabei die eigene Heimat wie ein kleines Abenteuer neu entdecken. Jeder Schritt auf den Skiern, jede Spur im frischen Schnee, lässt mich die Welt um mich herum intensiver wahrnehmen.
Da vergesse ich es fast, dass ich nicht mit Markus Lanz am Nord- oder Südpol unterwegs bin, sondern mich nur wenige Kilometer von meiner Haustüre befinde.
In diesem Jahr war es endlich wieder soweit: Ich konnte die verstaubten Ski aus dem Keller holen, anschnallen und mich aufmachen zu einer kleinen Expedition direkt vor meiner Haustür.
Schon seit mehreren Jahrzehnten hat meine Familie – und natürlich auch ich – Bekannte in der ostwestfälischen Stadt Lemgo. Die Kennenlerngeschichte ist eine, wie sie sich in der Zeit des geteilten Deutschlands wohl vielfach ereignet hat: Man lernte sich im Urlaub kennen und versuchte, den Kontakt über die Urlaubszeit hinaus aufrechtzuerhalten.
Oft schlafen solche Bekanntschaften nach einigen Wochen ein. In diesem Fall war es jedoch anders: Die enge Freundschaft besteht nun schon seit mehr als 35 Jahren. Natürlich hatte man nicht immer den intensivsten Kontakt, doch man verlor sich nie aus den Augen – und wenn man sich besuchte, war es immer eine sehr vertraute und herzliche Zeit.
Nun war es so, dass wir uns schon einige Jahre nicht gesehen hatten, beide Familien von verschiedenen Schicksalsschlägen betroffen waren – und es dadurch höchste Zeit wurde, wieder einmal ein paar schöne Stunden miteinander zu verbringen.
Das Fotografieren und das Schreiben kleiner Texte über meine Reisen gehören zu den vielen Hobbys, denen ich in meiner Freizeit nachgehe.
Man könnte das Fotografieren von Menschen durchaus als ein eher egoistisches Hobby betrachten: Man hält Menschen auf Fotos fest, weil man sie interessant findet, stellt die Bilder ins Internet und hofft letztlich doch darauf, in irgendeiner Form Beifall zu bekommen.
Im Grunde genommen stimmt das natürlich, und ich habe auch keine wirklich stichhaltigen Argumente, um dieser provokanten Aussage zu widersprechen.
Trotzdem sehe ich in meiner kleinen Fotografie mehr als nur das Sammeln von Trophäen und das Hoffen auf Beifall. Ich versuche, meiner Reisefotografie einen Sinn zu geben, indem ich den Menschen ihre Fotos schenke. Schon oft habe ich somit erfahren, dass man immer unvergessliche Momente erlebt, wenn man Gutes gibt.
Ein nicht ganz so fröhlicher Anlass brachte mich wieder einmal in meine alte Studienstadt Leipzig. Dennoch nahm ich mir die Zeit, ein wenig durch die Straßen zu schlendern und die Atmosphäre zu genießen. Natürlich war meine Kamera dabei – und so entstanden ein paar neue Impressionen aus einer Stadt, die mir bis heute viel bedeutet.
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