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The Brutalist (2025)

Der Film folgt László Tóth, einem ungarisch-jüdischen Architekten und Bauhaus-Absolventen, der 1947 den Holocaust überlebt hat und in die USA flieht. Er kommt mittellos in Pennsylvania an und arbeitet zunächst im Laden seines Cousins.

Sein von Armut geprägtes Leben in den USA ändert sich massiv, als er einen exzentrischen und wohlhabenden Menschen kennenlernt, welcher sein architektonisches Genie erkennt und ihn beauftragt, ein sehr umfangreiches Projekt umzusetzen. Natürlich dient Toth hier nur als Verwirklicher; den Ruhm sollte der wohlhabender Mann erhalten.

In den folgenden 2 Stunden (Gesamtlänge des Films über 3 Stunden) werden verschiedene wirklich schwere und wichtige Themen behandelt. Das für mich dominierende Thema ist jedoch: Das der Holocaust nach Ende des zweiten Weltkrieges für die überlebenden Opfer keineswegs vorbei ist.

Die Opfer müssen weiterhin ihr gesamtes Leben mit den Traumata, den Verlusten und den Schäden an ihrem Körper leben.

Das Leben des Architekten László Tóth nach dem Holocausts ist genau dadurch geprägt und ihm fällt es nur schwer, ein beschwerdeloses oder „normales“ Leben führen zu können. Es wird immer wieder aufgezeigt, wie verzweifelnd die Situation für Toth und seine Familie in Amerika ist – eine Nation, die zur Handlungszeit des Films keinerlei Feingefühl im Umgang mit Überlebenden und genauso wenig Kenntnis über die Grausamkeiten des Holocausts besitzt.

Es ist ein so mehrperspektivischer und inhaltlich komplexer Film, den die meisten Online-Film-YouTuber meiner Meinung nach nicht gerecht bewerten konnten. Hier fehlte mir oft die Perspektive des vergangenen Holocausts und die Auswirkung der Traumata auf das weitere Leben der Überlebenden.

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