Westliche Karwendelspitze (2385 m) – Ein alpines Erlebnis für Faule

Der felsige und karke Charakter des Karwendelgebirges hat mich schon seither fasziniert. Als junges Kind habe ich die Gipfel stundenlang vom Balkon des Gästezimmers bewundert. In den späteren Jahren habe ich den Karwendel auf den ersten selbstständigen Reisen mit dem Rad oder den Wanderschuhen erkundet.

Die westliche Karwendelspitze kann man via der Karwendelbahn sehr gemütlich – dennoch alpiner Charakter (!!) – besteigen und das Gipfelpanorama mit minimalsten Höhenmetern in den Beinen genießen.

Das Karwendelgebirge erstreckt sich von Mittenwald, Wallgau über den Sylvensteinspeicher bis hin zum Achensee im Osten und Innsbruck im Süden. Mir hat es vorallem die westliche Karwendelkette bei Mittenwald angetan. Der felsige und schroffe Charakter, welchen das Gebirge ausstrahlt, empfinde ich als sehr ästhetisch. Ich kann mich an den Gipfeln einfach nicht satt sehen.

Auch in diesem Jahr war die Karwendelregion abermals der Startpunkt für unsere Alpenreise. Das unbeständige und niederschlagsreiche Wetter zu Beginn, schränkte uns in der Bergtourenwahl stark ein.
So suchten wir eine kleine Bergtour, bei welcher man in einem möglichst kleinem Zeitfenster hoch hinas kommt.

Dadurch kam uns die westliche Karwendelspitze in den Sinn. Vor vielen Jahren besuchte ich dieses Gebiet schon einmal und warum sollte man nicht noch einmal danach schauen, was sich in dieser Zeit verändert hat?

Ein bequemer, aber teurer Aufstieg

Wir entschlossen uns dafür, mit der Karwendelbahn von Mittenwald zur Bergstation zu fahren (ca. 35 EUR pro Person zzgl. 5 EUR Parkgebühren) und auf knapp über 2000 Metern die alpine Natur zu Urlaubsbeginn zu genießen.

Eine kurze Tour von 0 auf alpin

Auf 2000 Metern über Normalnull angekommen, begrüßte uns die alpine Landschaft mit schweren Wolken, welche sich über die felsigen Gipfel quälten. Dennoch ergab sich der ein oder andere Blick auf die umliegenden Gipfel (z.B. Pleisenspitze) und Täler.

Das Gelände, welches man von der Bergstation erreichen kann, ist überschaubar. Es gibt einen kleinen Panoramaweg, welcher in zirka einer Stunde erkundet ist und es gibt die Möglichkeit, die westliche Karwendelspitze zu besteigen.

Von der Bergstation ist dieser 2385 Meter hohe Gipfel über einen mit Drahtseilen versicherten Weg in ungefär 20 Minuten erreichbar. Es ist ein Gipfel für Faule – wenn man die Bergbahn benutzt.

Nach dem erfolgreichen Gipfelerlebnis bietet sich die Möglichkeit, auf dem Panoramaweg von Bank zu Bank zu spazieren und das Spiel der Wolken zwischen den felsigen Gipfeln zu genießen.
Solltest du deine Brotzeit vergessen haben oder dir mehr nach einem warmen Gericht zumute ist, kannst du natürlich auch in dem an der Bergstation gelegenen Restaurant deinen Hunger und Durst stillen.

Insgesamt ist lohnt sich ein Ausflug in die „Bergwelt Karwendel“, wenn man einfach und ohne großen (sportlichen) Aufwand hoch hinaus möchte.

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