Mit dem Bus von Kathmandu nach Pokhara

Für die meisten Nepal-Reisenden, die den Himalaya-Staat das erste Mal bereisen, geht es früher oder später nach Pokhara.
Gründe dafür gibt es viele. Zum Beispiel ist Nepals zweitgrößte Stadt ein idealer Ausgangspunkt für Tagesausflüge auf die World-Peace-Pagoda (Biswo Shanta Stupa), eine Wanderung mit Übernachtung auf den Panoramogipfel Sarangkot oder einfach für einen schönen Tag mit einer Bootstour auf dem Phewa-See.

Nepalesische Frau am Highway

Um in die Stadt am Phewa See zu reisen, gibt 3 verschiedene Möglichkeiten. Du kannst die 200 km in einer knappen halben Stunde per Flugzeug zurücklegen. Im Reiseführer wird allerdings dazu geraten, sich in Nepal lieber am Boden fortzubewegen. Flugzeuge sollte man nach Möglichkeit meiden. Dieser Weg ist der schnellste, jedoch auch die teuerste.

Tickets kaufen und ab geht es …

Eine weitere Möglichkeit ist es, einen Fahrer mit Taxi zu organisieren. Wir haben auf unserer Bustour viele kleine Busse oder Taxis gesehen, die europäische Touristen nach Pokhara oder zurück nach Kathmandu gefahren haben. Diese Variante ist sicherlich schneller als die Bustour, aber strapaziert die Reisekasse auch etwas intensiver.
Wir haben uns für einen der vielen Touristen-Busse entschieden. Die Tickets dafür kann man sich entweder im voraus online kaufen oder – wie wir – vor Ort in Kathmandu/Thamel.

Frau in Kathmandu

Wir haben uns nach Angaben der Reiseliteratur für Greenline Tours entschieden und haben uns die Tickets zirka 2 Tage (Oktober 2018) vor Abfahrt in Thamel gekauft. Dort im Keller-Büro konnten wir uns die Plätze aussuchen, uns wurden die nötigen Informationen über die Tour gegeben und bezahlen konnten wir auch gleich.
Für eine Hin- und Rückfahrt für 2 Personen nach Phokara von Kathmandu haben wir umgerechnet 80 EUR bezahlt.

Startpunkt in Thamel (Direkt am The North Face Shop)hh

Ein spannende und langatmige Busfahrt

Am Tag der Abfahrt verließen wir unser Hotel recht früh, um kurz vor sieben Uhr am Treffpunkt (Thamel, am The North Face Store) einzutreffen. Dort haben wir das Gepäck abgeben (im Tausch gegen eines Gepäckscheins) und unsere Plätze für die nächsten Stunden bezogen.
Laut Google Maps beträgt die Fahrzeit für die 200km ca. 5 Stunden. Greenline Tours meinte, inklusive 2 Pausen kommen wir 7 Stunden später an.
Wir hatten das große Vergnügen, für die 80 EUR ganze 9 Stunden Busfahrt zu erhalten. Das Preis-Leistungsverhältnis ist überragend 🙂

Nichtsdestotrotz ist die Busfahrt natürlich lohnenswert. bbbbbbNach nur wenigen Fahrminuten werden die Touristen auf den Straßen von Kathmandu weniger und die Stadtteile der Hauptstadt werden immer schmutziger, grauer und unaufgeräumter.
Hier findet das wahre Leben statt.
Staub, Dreck und Verkehr. Und dazwischen immer wieder das pralle Leben. Es werden Tiere geschlachtet, Frauen sitzen zusammen, Männer schrauben an LKWs aus längst vergangenen Zeiten und Kinder spielen auf den Straßen.

Nach nur wenigen Fahrminuten werden die Touristen auf den Straßen von Kathmandu weniger und die Stadtteile der Hauptstadt werden immer schmutziger, grauer und unaufgeräumter.
Hier findet das wahre Leben statt.
Staub, Dreck und Verkehr. Und dazwischen immer wieder das pralle Leben. Es werden Tiere geschlachtet, Frauen sitzen zusammen, Männer schrauben an LKWs aus längst vergangenen Zeiten und Kinder spielen auf den Straßen.

Nachdem die Vororte von Kathmandu hinter uns lagen, wurde es endlich grüner. Der Highway nach Pokhara schlängelt sich durch ein grünes Tal, immer entlang eines wilden Stromes. Auf der einen Seite geht es steil bergab, auf der anderen Seite steil bergauf.

Beine vertreten, Toilette und Mittagessen

Insgesamt wurden für diese Fahrt über 200km 2 Pausen eingeplant. Die erste gab es an einem kleinen Imbiss mit Toiletten. Die Mittagspause wurde in einem sehr luxuriösen Resort abgehalten. Hier konnten wir uns am asiatischen Buffet bedienen.

Das letzte Drittel der Route nach Pokhara war im Herbst 2018 durch unzählige sich aneinanderreihende Baustellen geprägt. In Europa wären diese Straßen komplett gesperrt gewesen. In Nepal wird der Verkehr hier ganz normal durchgeleitet. Das ist der Nepali-Style, den ich so sehr mag.
Aus diesem Grund, waren wir eine gefühlte Ewigkeit unterwegs.

Wildes Treiben auf den Straßen von Nepal

Der Bus fuhr in Pokhara auf die Haupt-Bushaltestelle. Hier standen schon zahlreiche Taxen und Busse, die die Busgäste auf die umliegenden Hotels verteilen wollten.
Wir sattelten unsere Rucksäcke, aktivierten die Navigations-App und liefen die letzten 2-3 km zu unserem kleinen Hotel.

Fazit: Wie zufrieden waren wir mit Greenline Tours

Es gibt überhaupt nichts zu meckern. Entgegen einiger Bewertungen auf TripAdvisor waren wir sehr zufrieden.
Am Anfang der Tour gab es kostenloses Wasser, wir hätten die Möglichkeit gehabt, uns eine Tageszeitung zunehmen und Wifi war ebenfalls an Bord. (Es war jedoch sehr, sehr, sehr langsam ;))
Technisch und optisch war der Bus in einem sehr guten Zustand. Das Personal unserer Route war auch sehr sympathisch.
Der einzige Kritikpunkt, den ich anbringen möchte, ist die Kommunikation. Bei der Ankunft in Pokhara wussten wir alle nicht so recht, ob dies nun die letzte Haltestelle ist. Dank Navigation im Smartphone konnten wir das Rätsel jedoch lösen.
Auf dem Rückweg nach Kathmandu wurden wir wegen der Rushhour ein ganzes Stück vor der Haupthaltestelle von Thamel aus dem Bus gelassen. Dies wurde auch nur so mittel kommuniziert.

Das war jedoch alles okay. In Nepal lernt man, ohne Pläne zu leben.

Fazit: Greenline Tours kann man bedenkenlos empfehlen!

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