Kathmandu – Eine besondere Stadt

Eine Stadt, die man erlebt haben muss und diese 3 Orte in Kathmandu haben uns am besten gefallen.

Gebetsmühlen auf der Stupa von Swayambhunath

Vorab der Reise fand ich es sehr schwer, einen Plan für diese Fernreise aufzustellen. Ich wusste nicht, wie man sich in solch einem Land – wie Nepal es ist – man sich fortbewegt. Wie viel Weg kann man in einer gewissen Zeit zurücklegen? War nur eine meiner Fragen, die ich uns nicht beantworten konnte.

Aus diesem Grund reisten wir ohne Plan nach Nepal. Und dieser Plan war der beste Plan. Wir konnten die Gegebenheiten vor Ort kennenlernen und danach unsere Reise nach unserem Belieben gestalten.

Und in Kathmandu konnten wir 3 Hightlights finden, die man sich unbedingt ansehen sollte, bevor die staubige Hauptstadt Nepals wieder verlässt.

Eine fremde Kultur – Liebe auf den ersten Blick

Kein weiteres Land neben Nepal weckt in mir solch ein Fernweh. Und das zurecht: Nepal ist eine ganz andere Welt.
Schon aus dem Flugzeug konnten wir erkennen, dass diese Stadt gar nichts mehr mit der Welt zu tun hat, die wir in Europa kennen. Wir sahen wenige schwarze Straßen, dafür viele kleine und braune Gassen. Je näher wir dem Flughafen Tribhuvan International Airport kamen, desto grauer und grauer wurden die Stadthäuser von Kathmandu. Wir waren so gespannt!

Vorab habe ich mir ein paar Must-See’s für Kathmandu herausgesucht, über Google Maps wanderten die Koordinaten in die Cloud und vor Ort haben wir dann im Reiseführer sowie im Web gelesen, ob uns die Orte zusagen.
Auch Taxifahrer, Mitarbeiter des Hotels oder Kellner haben uns natürlich auch immer wieder Tipps gegeben, was wir uns unbedingt ansehen sollten.

Treffen von Rikscha-Fahren in Straßen von Thamel

Insgesamt haben wir haben wir von unseren 12 Tagen in Nepal ganze 5 Tage in Kathmandu verbracht und das fremde flair auf uns wirken lassen. Rückblickend können wir eins sagen: Ganz im Gegensatz zu den meisten Meinungen vieler Reisender hat uns diese stinkende, wuselige, aber stets faszinierende Stadt sehr gefallen

Wenn wir uns nun an die Zeit in Kathmandu zurückerinnen, denken wir vor allem an drei Highlights, die wir in der Hauptstadt des Himalaya-Staates erkundet haben.

Taxifahren in Kathmandu – das geht sehr gut!

Pashupathinat Tempelkomplex- Leichenverbrennung und lachende Kinder

Das Highlight N° 1 ist wohl die faszinierende Tempelanlage Pashupathinat am Bagmati-Fluss in unmittelbarer Nähe des Flughafens.
Egal wir kurz eure Zeit in Kathmandu ist, besucht diesen Ort! Unbedingt. Versprecht es mir!

Affe mit Blick auf den Pashupathinat Tempelkomplex

Dieser Tempelkomplex gilt als das wichtigste hinduistische Heiligtum und ist dadurch das Ziel vieler Pilger und Sadhus. Letztere Menschen leben meist streng asketisch und widmen ihr Leben ganz der Religion. Heutzutage besteht ihr Tag vor allem daraus, den ein oder anderen Joint zu rauchen, über Religion und das Leben zu philosophieren sowie sich ein paar Rupie durch posen auf Touristen-Fotos zu verdienen.
Ihr seht, ganz ohne wirtschaftliches Denken kommen die Sadhus von heute nicht mehr aus.

Das besondere hier ist: Im Pashupathinat Tempel finden Bestattungszeremonien statt. Das heißt, es werden Leichen verbrannt und anschließend wird die Asche der Verstorbenen in den Fluss Bagmati geschüttet, welche dann stromabwärts in den Ganges fließt.

Bestattungszeremonie

Es lohnt sich hier auf jeden Fall zwei bis drei Stunden zu verbringen. Man kann von den gegenüberliegenden Stufen die Zeremonien sowie die trauernden Menschen beobachten und bestaunen.
Dabei merkt man schnell, dass der Umgang mit dem Tod im Hinduismus ein ganz anderer ist, als wir es gewohnt sind. Bei uns ist der Tod mit der Farbe schwarz besetzt und im fernen Osten ist der Tod der notwendige Schritt vor einem Neubeginn. Die trauernden kommen in Alltagskleidung, schmücken den Verstorbenen, geben letzte Opfergaben und bringen ihn zum Verbrennen. Es ist eine ganz andere Stimmung als bei uns in Europa. Lebhafter, trotz der Trauer, die die Menschen sicherlich auch erfahren.

Das skurilste ist jedoch: Das Kinder den Fluss tobend durchwaten, um die Opfergaben zu suchen und sich somit ihr Taschengeld aufbessern.
Es ist einfach für uns Europäer ein ganz fremder, aber interessanter Ort.

Bunter Sadhu

Eintritt haben wir (wie so oft) 1000 Rupie pro Person bezahlt. Ebenfalls zählt es auch hier zum guten Ton, dass man am Eintritt angesprochen wird, sich für einen Guide zu entscheiden.
Bei diesem Ort haben wir uns für einen sehr netten Guide (Student in Kathmandu) entschieden, die Führung ging etwa 1 Stunde, war sehr interessant und persönlich. Doch auch hier gilt: Beim Preis der Führung unbedingt verhandeln!

Stupa von Swayambhunath oder Monkey Temple

Diese Stupa liegt im Westen von Kathmandu und gilt – zumindest nach der Anzahl der Fotos auf Instagram – als ein Wahrzeichen der Stadt. Die Stupa, welche zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, liegt auf einem kleinen Hügel und dadurch hat man einen sagenhaften Blick auf nahezu ganz Kathmandu.

Blick von der Dachterrasse auf die Stupa von Swayambhunath

Wir sind von Thamel zum Fuße der Stupa mit dem Taxi gefahren, danach haben wir uns an den zahlreichen Affen, den ersten großen Gebetsmühlen sowie einigen Souvenirhändlern vorbeigeschlichen. Ist dies geschafft, geht es über zahlreiche Stufen zur Stupa empor. Kurz vor dem Ziel steht eine kleine Kasse, dort werden Touristen herausfischt. Wir hatten jedoch Glück und mussten keinen Eintritt bezahlen.

Eingangsbereich des Monkey Temple’s

Selbst die Stupa für sich allein lohnt sich. Groß, weiß und golden … so wie es sein muss.
Außerdem gibt es hier oben zahlreiche Gebetsmühlen, Schreine und Statuen. Es sieht einfach wunderbar aus. Und nach dem man davon schon überwältigt ist, kommt man auf die kleine Terrasse und wird von dem überragenden Blick auf das im Tal liegende Kathmandu nahe sprachlos.

Ein kleiner Tipp: Gönnt euch eine Pause in einem der Restaurants auf dem Stupa-Gelände. Die meisten haben eine Dachterrasse. So könnt ihr bei einem leckeren Lassi die sagenhafte Aussicht im Sitzen genießen.

Thamel und der Garden of Dreams

Thamel wird das Stadtviertel in Kathmandu sein, wo die meisten Reisenden ihre Unterkunft haben und zum ersten Mal mit der Stadt in Kontakt kommen. Auch wir hatten in einen der zahlreichen kleinen Gassen unser kleines Hotel, von welchem wir Kathmandu entdeckten.

In den Straßen von Thamelb

Wir waren mit der Wahl des Viertels sehr zufrieden. Es gibt hier zahlreiche interessante Geschäfte für Touristen, aber auch viele Gassen und Märkte, in welchen die Einheimischen ihre Waren einkaufen.

Insgesamt ist es ein sehr quirliges, schmutziges, chaotisches, aber auch mindestens genauso interessantes Stadtviertel. Hier gibt es unendlich viele Sachen zu entdecken.
Man hier nahezu alles erledigen bzw. vorbereiten: Einkäufe, Trips und Touren buchen/organiseren, Restaurants bsesuchen und natürlich Souvenirs kaufen.

Garden of Dreams

Wem die Hektik, der Schmutz und die Lautstärke von Thamel zu viel ist, für den ist der Garden of Dreams genau das Richtige. Wir waren so überrascht, wie komplett anders die Welt in diesem wunderschönen Garten ist.
Es ist auf einmal leise, die Luft ist merklich besser und es ist in jeder Ecke sehr gepflegt. Dieser Garten kostet einen kleinen Eintritt. Wir haben ihn mehrmals besucht, um uns ein wenig zu entspannen und auf dem schönen Rasen auszuruhen.

Zum Abschluss ein letzter Tipp …

stolze Verkäuferin eines kleinen Kiosks

Lauft so viel es geht in und durch Kathmandu. Wir sind recht viel gelaufen. Von Thamel kann man problemlos zum Durbar Square laufen. Dabei läuft man durch so viele schöne Gassen, in welchen man auf einmal feststellt, dass man weit und breit der einzige Europäer ist.
Außerdem sind wir von der Bodhnath Stupa zum Pashupathinat Tempel gelaufen.
Dabei habe ich eins meiner persönlichen Highlights erlebt. Wir sind durch ein ruhiges Viertel gelaufen, haben einen kleinen Park (in Deutschland wäre es eine ungepflegte Wiese) entdeckt, in welchem sich ausschließlich Nepalis aufhielten. Es wurde hier Cricket gespielt, sich ausgeruht oder Drachen steigen gelassen. Wir wurden von vielen Kindern angesprochen, konnten fotografieren. Es war großartig.

Der Junge lässt seinen Drachen zum Dashain Festival steigen

Ich denke, mit diesen 3 Stationen sowie den Wegen zwischen den Highlights, bekommt man einen ganz guten Eindruck von der quirligen Stadt im Kathmandu-Valley.
Die Stadt hat bei mir positive Erinnerungen hinterlassen, wie es bis jetzt nur wenige Stäadte geschafft haben. Ich kann jedem Nepal-Reisenden nur empfehlen, sich ein paar Tage in Kathmandu aufzuhalten. Namaste!




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