Kammwanderung mit Kontrasten auf die Reither Spitze (2373 m)

Du kennst sicherlich Wanderungen, bei denen einfach alles passt: Man ist eine Weile unterwegs, aber nicht zu lang. Man hat ein paar Höhenmeter, aber noch nicht zu viele und trotzdessen erlebt man alpine Momente der Extraklasse.

Solch eine Wanderung ist die Kammwanderung über das Seefelder Joch (2064 m), die Seefelder Spitze (2220 m) und auf die Reither Spitze (2373 m). Als ob diese Route nicht schon Belohnung genug wäre, liegt auf dem Rückweg dieser Wanderung noch die idyllisch gelegene Nördlinger Hütte.

Ich bin die Wanderung in den letzten Jahren zwei Mal gelaufen und kontrastreicher hätten die Erlebnisse gar nicht sein können. Auf meiner ersten Wanderung war der Himmel durch eine dünne Wolkenschicht geprägt. Im Kontrast dazu, stand das Wetter auf der zweiten Wanderung: dichte Wolken und dramatisch anmutende Gipfel.

Aber erst einmal ganz von vorn:
Vom Tiroler Ort Seefeld startet die Bahn zur Rosshütte. Auf der Rosshütte angekommen steigst du einfach in die nächste Bahn, die dich zum Seefelder Joch bringt.

Hier startet die Wanderung, auf welcher du nie wirklich viele positive Höhenmeter am Stück überwinden musst. Dadurch eignet sie sich meinerseits absolut als eine Tour am Urlaubsbeginn, mit welcher man sich erst einmal wieder an die Wanderschuhe gewöhnen möchte.

Nachdem du das Seefelder Joch über einen schmalen Wanderweg erklommen hast, nimmt der Touristenstrom merklich ab und es wird deutlich ruhiger. Der Weg schlängelt sich nun immer weiter am Kamm zur Seefelder Spitze und belohnt dich mit einem wunderschönen, alpinen Panorama auf die umliegenden Gipfel des Karwendels, des Wetterteins, die Stubaier und Ötztaler Alpen, sowie der Mieminger Kette und bei guter Sicht bis hinein ins Lechtal.

Von nun an führt dich der Weg durch tolle Karstlandschaft – immer mit Blick auf den höchsten Gipfel dieser Tour, der Reither Spitze. Der finale Anstieg auf die Reither Spitze zeigt sich anfangs technisch etwas anspruchsvoller, später entspannt sich der Weg jedoch wieder merklich.

Am Gipfel angekommen heißt erst einmal, die Brotzeit auspacken, einen großen Schluck aus der Wasserflasche nehmen und das Bergpanorama genießen.


In der Ferne erblickst du schon die Nördlinger Hütte. Die bewirtschaftete Hütte liegt am Fuße der Reither Spitze und hat ein sensationelles kulinarisches Angebot.
Besonders kann ich dir das nepalesische Gericht Dal Bhat empfehlen – „24h Dal Bhat Power“ 😉

Von hier aus gibt es zwei Möglichkeiten, zum Parkplatz der Talstation zurückzukommen.
Entweder du läufst von der Nördlinger Hütte zur Bahnstation des Härmelekopf. Dort steigst du in die Bahn und die Härmelekopfbahn bringt dich zurück zur Rosshütte. Nun kannst du mit der Bahn von der Rosshütte zurück ins Tal fahren.

Andererseits kannst du auch von der Härmelekopf Bergstation zurück ins Tal laufen. Der Weg von der Nördlinger Hütte, den du bei beiden Varianten entang läufst ist wunderschön und lohnenswert.
Der Weg vom Härmelekopf zurück ins Tal führt dich oft entlang der Skipisten.

Wenn du also eine recht kurze Wanderung mit vielen alpinen Erlebnissen suchst, bist du hier in Seefeld genau richtig. Schnüre deine Wanderschuhe und es geht ab auf die Reither Spitze!

Wie immer lohnt sich der Weg!

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