Der Camping-Caddy

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Diesen Blog-Post habe ich schon länger in meinem Kopf. Ich möchte endlich einmal mein Camping-Auto – meinen VW Caddy Life – vorstellen.

Ich hatte schon einige Autos, mit denen ich auf Achse gewesen bin und natürlich auch in welchen ich geschlafen bzw. „gewohnt“ habe.
Angefangen hat alles mit einem Mazda 323F (BJ 2001). Das war ein großartiges Auto und neben dem Caddy wohl, das schönste Auto. Im Mazda konnte man allein sehr gut unterwegs sein, zu zweit war es aber doch schon sehr eng. Gerade mit dem Gepäck für Strand- und Bergurlaub ist es sehr eng geworden. Eine Dachbox war Pflicht.
Aber hey, es war die Freiheit auf vier Rädern und ich war ein großer Fan des Autos. Hier habe ich den damaligen Ausbau dokumentiert.
Danach bin ich auf den Opel Vectra B Caravan (BJ 2003) gewechselt. Und das war meiner Meinung nach ein traumhafter Kombi. Fast endlos lang, innen sehr geräumig und durchaus luxuriös. Aber auch hier musste das Gepäck auf das Dach.
Leider hat der gute Opel am Tegernsee das Handtuch geworfen (Kabelbrand am Tegernsee) und so musste ich im August 2015 ein neues Auto her.
Mir war klar, dass ich wieder im Auto schlafen möchte, es muss auf jeden Fall alltagstauglich und bezahlbar sein. So lag der Fokus auf einem guten gebrauchten VW Caddy und dieser ist es dann auch geworden.
Die Argumente für den Caddy waren vor allem seine Innenraumgröße und seine Höhe. So wäre es theoretisch möglich, Gepäck und Bett komplett im Innenraum zu verstauen – ohne die vorher notwendige Dachbox.

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Gekauft und ab in die Garage – das Bett.
Sobald der Caddy in meinen Händen war, ging es an den Campingausbau. Letztlich musste ein Bett hinein. Da der Caddy nicht allzu lang ist, musste wieder eine Klappvorrichtung gebaut werden. Es werden dann vorm Schlafen die beiden Sitze vorgeschoben, die Vorrichtung vorgeklappt und schon hat man eine Liegefläche für zwei Personen mit einer Länge von 195 cm. Darauf kam eine Standard IKEA Matratze, welche ein wenig zugeschnitten werden musste. Und schon war das ziemlich perfekte Bett fertig.

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Bei der Höhe des Bettes habe ich mich an der Höhe der IKEA Kisten orientiert, so dass möglichst kein Platz verschwendet wird. Nun können wir (fast) mehr als wir brauchen unter dem Bett (im Caddy) transportieren.

Die Vorhänge.
Jeder der schon einmal im Auto geschlafen hat, weiß, wie hell es im Auto ist, sobald im Sommer um 4.32 Uhr die Sonne aufgegangen ist. Aus diesem Grund brauchte der Caddy natürlich auch Vorhänge. Der Stoff war schnell im schwedischen Möbelhaus gekauft und nun galt es den schwarzen Sichtschutz möglichst praktisch im Caddy zu befestigen.
Ich entschied mich dafür, im hinteren Raum (Rücksitze, Kofferraum) drei Vorhangstangen am Himmel zu befestigen, an welchen die Vorhänge eingehangen werden können und je nach Benutzung hin- und hergeschoben werden können.

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Im vorderen Bereich habe ich statt einer Aluminiumstange einfach Rebschnurr gespannt. An dieser werden die Vorhänge anhand kleiner Klippser eingehangen. Alle Vorhänge werden anhand kleiner angenähten Saugnäpfe an den jeweiligen Scheiben fixiert. So nehmen die hängenden Vorhänge einerseits keinen wertvollen Platz weg und andererseits dunkeln sie so viel besser ab.

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Wohin kommt nun der ganze Kram?!
Man hat ja nun doch ein wenig mehr mit, wenn man mit einem Auto reist, als mit Rucksack oder mit dem Fahrrad. So haben wir ‚zig Powerbars,  zwei kleine Kocher, Geschirr, Schuhe, Rucksäcke, Kameras, jede Menge Bücher, zwei Stühle, einen Tisch, viel zu viele Klamotten, ein kleines Vorzelt, Isomatte, jede Menge leckeres Essen und einfach richtig, richtig viel am Start.
Die Klamotten und die Rucksäcke haben wir komplett unter dem Bett. Dort haben wir sogar noch Platz für unsere Wasservorräte, die Campingausrüstung sowie für einige Souvenirs. Die Campingküche inklusive vieler Lebensmittel haben wir im hinteren Fußraum untergebracht.

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Für die vielen kleinen Sachen- wie Bücher, Zeitschriften, Akkus, Powerbars – oder die Dinge, die man am besten in der Nähe des Bettes haben will, habe ich mir die extrem teuren, aber überaus praktischen Caddy-Gepäcktaschen gekauft. Diese Taschen werden an den beiden hinteren Fenstern angebracht und ich muss sagen, sie waren ihre ca. 270 EUR bisher komplett wert. Es ist der Wahnsinn wie groß das Fassungsvermögen dieser beiden Taschen ist. Ein kauf lohnt sich für ambitionierte Caddy-Camper auf jeden Fall.

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Das war es eigentlich schon. Viel mehr wurde am Caddy nicht gemacht.

Was ist für die Zukunft geplant?
Schließlich ist man nie fertig mit Basteln 🙂
Am Ende der diesjährigen Camping Saison habe ich mir noch ein größeres Vorzelt gekauft. Dieses Vorzelt wiegt leider 15 Kilo und ein viel größeres Packmaß als das kleine Vorzelt, aber nun haben wir ein komplett geschlossenes Zelt und gerade an Regentagen ist dies Gold wert.

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Dadurch werden wir für den nächsten Urlaub nun doch eine Dachbox brauchen. Dies hat dann nebenbei auch den Vorteil, dass wir nach dem Wandern, die gepackten Rucksäcke einfach in die Dachbox werfen können, ohne alles wieder zu penibel zu sortieren und zu verstauen.

Und irgendetwas muss man ja über die zu langen Wintermonate planen 🙂

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