Das Südamerika-Abenteuer in Chile – Eine Übersicht

Straße im Stadtteil Bellavista

Für Ferienreisende ist es immer schwer, ein neues Urlaubsziel zu finden. Der Reisezeitraum ist vorgegeben und die Reisedauer ist limitiert. Somit sollte das Ziel gut ausgewählt sein. Schließlich möchte man diese wertvolle Zeit ja nicht unüberlegt „investieren“. Obwohl es ja überall auf unserem Planeten schön ist.
Als es darum ging, das Reiseziel für den Herbst zu finden, stand auf einmal der Kontinent Südamerika im Raum. Genauer gesagt: Chile.

Kurz und knackig: Unser Reiseplan

Tag 1-2Flug – München – Paris – Santiago de Chile (Air France) / Sightseeing Santiago
Tag 3 Flug – Santiago de Chile – Antofagasta (JetSmart) und Sightseeing
Tag 4Roadtrip Antofagasta nach San Pedro de Atacama (ca. 4h, 311km)
Tag 5-8Aufenthalt in San Pedro de Atacama
Tag 9Roadtrip San Pedro de Atacama nach Antofagasta
Tag 10Flug – Antofagasta nach Santiago de Chile (JetSmart)
Tag 11-12Aufenthalt Santiago de Chile
Tag 13-14Flug – Santiago de Chile – Paris – München (Air France)

Chile und meine (typischen) Vorurteile

Mir fielen zu diesem Land natürlich erst einmal nur die Vorurteile ein, die ein durchschnittlicher Europäer wahrscheinlich hat.
Die Stichworte Kriminalität, Drogenbanden und Korruption der Polizei machten sich in meinem Kopf breit. Meine Reiselust hielt sich vorerst in Grenzen.

Aufgebrochenes Auto (zum Glück nicht unseres) am ersten Morgen in Chile direkt vorm Hostel

Nach etwas Recherche zeigte sich jedoch, dass Chile (zumindest in den Medien) als ein sehr stabiles Land dargestellt wird. Die Korruption der Regierungsorgane soll sich in Grenzen halten und auch die Kriminalität hält sich Chile (für südamerikanische Verhältnisse) in Grenzen.

Atemberaubende Landschaften im Süden von Chile

Landschaftlich hatte ich in meinem Kopf eigentlich nur das Bild von Patagonien: felsige Berge, lange Fjorde, ein lebhaftes Meer – überhaupt viel Regen und Rauheit. Ein wenig Norwegen-Feeling in Südamerika …

Rein von der geographischen Lage ist der südlichste Zipfel von Südamerika natürlich sehr attraktiv. Südlicher kann man auf unseren Planeten kaum reisen.
Orte wie Punta Arenas (Chile) oder Ushuaia (Argentinien) waren mir bekannt als touristische Hotspots und Basislager für tolle Wanderungen durch die wilde Schönheit Patagoniens.

Der für mich unbekannte und abwechslungsreiche Norden von Chile

Ich wusste aber nichts von den faszinierenden Landschaften im hohen Norden. Mir war die atemberaubende Küste des Pazifiks rund um Antofagasta und Iquique total fremd. Ich wusste nichts über die Schönheit, wenn die karge Atacama-Wüste auf den rauen Ozean trifft.
Die Faszination von Wüsten, wurde bei mir auf unserer letzten Marrokko-Reise geweckt. Der Blick auf die Ausläufer der Sahara sind letztlich dafür verantwortlich, dass wir in Chile die Atacama-Wüste als unser Hauptziel gewählt haben.

Blick in die Atacama-Wüste

Die Anreise nach Chile

Mit Air France von München über Paris nach Santiago de Chile

So ging es für uns vom Flughafen München MUC vorerst nach Paris und von dort weiter in die chilenische Hauptstadt Santiago de Chile.
In der quirligen Hauptstadt verbrachten wir vorerst einen halben Tag und eine Nacht, da uns der direkte Weiterflug in den hohen Norden nach Antofagasto zu stressig war.

Unterkunft in Santiago de Chile: Bella 269 Hostel
Dieses Hostel war total in Ordnung. Es ist für unseren europäischen Standard leider nur so mittel sauber gewesen. Aber für Südamerika i.O. Wir haben uns ein Doppelzimmer genommen und waren zufrieden.

Mit JetSmart von Santiago de Chile nach Antofagasta

Am nächsten Tag ging es mit JetSmart von Santiago de Chile nach Antofagasta. Auf beiden Flügen lohnt sich ein Blick in Richtung Anden. Da man von dieser Seite einen tollen Blick auf den höchsten Berg von Südamerika hat- dem Aconcagua (6961m). Achtet also bei der Sitzplatzwahl auf die Seite eures Sitzes (Hinflug: rechts, Rückflug: links)

Weiterfahrt mit dem Mietwagen in die Atacama-Wüste

In Antofagasto hatten wir vorerst auch nur einen Tag inkl. Übernachtung. Hier haben wir uns ein wahnsinniges tolles Appartment direkt an der Küste gegönnt. Von hier aus kann man die unterschätzte Stadt am Pazifik leicht zu Fuß erkunden und hat einen tollen Blick auf die Stadt sowie die Küste. Ebenfalls ist nicht zu vernachlässigen, dass dieses Appartement direkt neben einer riesigen Mall inkl. einem großen Supermarkt sowie einem Baummarkt gelegen ist.
Unterkunft in Antofagasta: Eco Apart Antofagasta

Blick vom Eco Apart auf Antofagasta

Über Europcar (bzw. ein gängiges deutsches Mietwagenportal) haben wir uns einen Mietwagen für die Strecke Antofagasto nach San Pedro de Atacama gemietet. Die Gebühren waren sehr hoch.
Einerseits haben wir viel zu kurzfristig gebucht und auf der anderen Seite sind wir auf „Nummer sicher“ gegangen und haben uns 4×4-Auto gemietet, um auch legal (nach Mietbedingungen) auf allen Schotterpisten fahren zu können.
Gerade für die verschiedensten Ausflüge in der Region der Atacama-Wüste war für uns der Mietwagen unerlässlich.

San Pedro de Atacama – Hippie-Oase oder Touristenhochburg in der Atacama-Wüste

Die „Hauptstraße“ von San Pedro de Atacama

In San Pedro de Atacama haben wir uns ein Air-BnB gebucht. Es war außerhalb des Ortes gelegen. Dies hat uns sehr gefallen. Wir hatten Ruhe und in der Nacht eine perfekte Sicht auf die Milchstraße. Zu Fuß waren wir doch innerhalb von 15 Minuten im Zentrum der lebendigen Hippie-Oase.

Unterkunft San Pedro de Atacama: AirBnB

Die lange Rückreise beginnt …

Nach 5 Tagen und zahlreichen Ausflügen in der Atacama-Wüste ging es wieder zurück über Antofagasta nach Santiago de Chile. Hier wollten wir uns noch ein wenig die Hauptstadt anschauen, dies war durch die anhaltenden Proteste sowie der Ausgangssperre nicht möglich.

Stay-Over in der quirligen Hauptstadt von Santiago

Da wir aber ein tolles und günstiges Appartment hatten, konnten wir die Abende auch in der Wohnung genießen und Zeugen der Cacerolazo in unserem Viertel werden.

Unterkunft in Santiago de Chile: Moneda Express Apart


Die Cacerolazo ist eine in Südamerika typische Art zu demonstrieren und auf sich aufmerksam zu machen. Es wird dabei ein eingängiger Rhythmus mit einem Holzlöffel auf einer Pfanne oder einem Topf geschlagen.

Demonstranten mit der Mapuche-Flagge

Nach 3 – für uns ruhigen, aber für die Stadt Santiago de Chile aufregenden – Tagen ging es für uns wieder zurück nach Europa (Paris, München).

Über ein besonderes Detail unserer Rückreise werde ich hier genauer berichten.

Reisezeitraum: 13.10. bis 25.10.2019


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